Tag gegen Homophobie Schwule und Lesben fordern Anerkennung

Homosexuelle Stars
«Ich bin schwul, und das ist auch gut so»

Zum achten Mal findet der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie statt. In Europa ist die gleichgeschlechtliche Liebe heute größtenteils anerkannt, doch in vielen Staaten der Welt werden Schwule und Lesben noch immer diskriminiert. Bis hin zur Forderung der Todesstrafe.

Vor 22 Jahren setzte die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) einen Beschluss um, der die Rechte vieler Menschen veränderte: Sie strich Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel. Der 17. Mai erinnert an diesen Tag. In Europa ist die gleichgeschlechtliche Ausrichtung heute größtenteils anerkannt, doch über die Grenzen hinaus ist das noch lange nicht der Regelfall. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, beklagt dies.

«Ich beobachte mit großer Sorge, wie Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden», sagte der FDP-Politiker anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie. Glücklicherweise sei die gleichgeschlechtliche Ausrichtung heute in vielen Ländern anerkannt. «Andernorts aber werden Schwule und Lesben diskriminiert und verfolgt», mahnte Löning. In mehr als 80 Ländern sei Homosexualität unter Strafe gestellt, in manchen Ländern drohe sogar die Todesstrafe.

Homophobie
Schwulenhass auf der ganzen Welt

Schwulen-Tourismus am Kap der Guten Hoffnung

Vor allem Afrika ist bei Homosexuellen ein gespaltener Kontinent: Nur Südafrika räumte ihnen mit dem Ende der Apartheid fundamentale Rechte ein, und die Verfassung verbietet jede Diskriminierung. In Kapstadt boomt der Schwulen-Tourismus, Insider nennen die Stadt «Pink City».

Die Regierung schätzt, dass zwölf Prozent der Einnahmen aus dem Tourismus von Homo-Paaren kommen. Sie genießen breite Akzeptanz durch die Bevölkerung. 2011 ernannte der britische Guardian Kapstadt zu einer der zehn beliebtesten Urlaubs-Destinationen für Schwule und Lesben. Südafrika gilt damit in Afrika als ein Hort der Freiheit für Homosexuelle.

Doch schon an der nördlichen Grenze des Landes enden ihre Rechte. Im Frühjahr 2012 hielt Simbabwes Diktator Robert Mugabe eine Brandrede, mit der er vor allem der Jugend die traditionellen Werte in den Kopf hämmern wollte: Andere Präsidenten seien schwach geworden, so Mugabe, als er sich als letztes Bollwerk der afrikanischen Tradition darstellte.

Die simbabwische Jugend müsse westliche Werte, Gier und Homosexualität ablehnen. «Lasst uns den hohen Standard für Moral und Sexualität halten. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind inakzeptabel, einfach ekelhaft.» Schwulen und Lesben befahl er: «Zur Hölle mit euch!»

Uganda erwägt Anti-Schwulen-Gesetz

Als Hochburg der Homophobie, der Aversion gegen Homosexualität, gilt das ostafrikanische Uganda. Hier ist die Rede von schwerer Homosexualität, Mittäterschaft oder gar Wiederholungstäter, wenn es um Liebe zwischen Gleichgeschlechtlichen geht. Dies und selbst die Beratung durch Ärzte oder Priester steht unter teils lebenslanger Strafe. David Bahati, Parlamentarier des regierenden National Resistance Movement, findet: «Homosexualität ist kein Menschenrecht.» Er fordert sogar die Todesstrafe. Damit versuche er, die «ugandische Kultur zu verteidigen».

Ein Entwurf für ein Anti-Schwulen-Gesetz von 2009 liegt erneut im Parlament zur Abstimmung vor, doch Präsident Yoweri Museveni versprach, dass die Regierung seinen Entwurf nicht unterstütze. Wie die meisten Staatsoberhäupter bangt Museveni um die Unterstützung des Westens, der die Entwicklungshilfe zunehmend an Menschenrechte bindet. Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sagte: «Wenn ein Land wie Uganda eine ohnehin schon bestehende schlechte Vorschrift nochmals verschärft, können wir nicht tatenlos zusehen.»

wam/zij/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • heinrichIV
  • Kommentar 2
  • 25.05.2012 22:37

Mein Kommentar 1 wurde gelöscht, wieder mal. Gründe hierzu werden nie mitgeteilt. Ich mache hier nicht den Blödmann von Bild.de und setzte umsonst meine Zeit ein. Könnte gut sein, dass die Redaktion bereits von Schwulen unterwandert ist. Somit ist für mich endgültig Schluss weitere Beiträge zu schreiben in diesem Forum. Trotzdem sage ich nochmals: Schwule, die sich gegenseitig an ihren Geschlechtsteilen ergötzen, können nur irgenwie geistig behindert sein. Und tschüß an Bild.de !

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 1
  • 18.05.2012 11:58

Wenn Menschenrechte zur Institutionalisierung des Absonderlichen, wie hier grenzenlose Genusssucht ohne Zukunft, führen, dann herrscht rechtliche Dekadenz. Auch die Frage stellt sich, warum Homosexualität als Lebensform rechtlich anerkannt werden muss. Ist dies zur Förderung gleichgeschlechtlicher Prostitution - wie im Kommentar beschrieben - notwendig? Wenn gleichgeschlechtliche Personen zusammen leben wollen, können sie einen Vertrag schließen. Gesetzliche Regeln benötigen sie hierzu nicht. Im übrigen gilt: Kein Heterosexueller fordert seine Anerkennung von Homos. Warum also umgekehrt?

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