RAF-Terroristin Becker «Ich war nicht dabei»

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Die Terrorjahre der RAF

Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker hat sich im Prozess um den Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback erstmals zu den Anklagevorwürfen geäußert und eine Beteiligung an dem Anschlag bestritten.

Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker hat jede Beteiligung am Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977 bestritten. «Ich war bis zu meiner Verhaftung im Mai 1977 nie in Karlsruhe gewesen», sagte Becker am Montag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Sie sei auch nicht an der Planung des Attentats beteiligt gewesen.

Die frühere RAF-Terroristin hat sich im Prozess um den Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback erstmals zu den Anklagevorwürfen geäußert. In dem seit anderthalb Jahren laufenden Prozess hatte die 59-jährige Angeklagte bislang geschwiegen.

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Die Bundesanwaltschaft wirft Becker vor, maßgeblich an der Entscheidung für den Mordanschlag, an dessen Planung und Vorbereitung sowie an der Verbreitung der Bekennerschreiben mitgewirkt zu haben. Seit 35 Jahren ist ungeklärt, welches RAF-Mitglied am 7. April 1977 in Karlsruhe von einem Motorrad aus die tödlichen Schüsse auf Buback und seine beiden Begleiter abfeuerte. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass Becker sich hierzu äußern wird.

Der Sohn des ermordeten Generalbundesanwalts, Nebenkläger Michael Buback, verdächtigt Becker, die Todesschützin gewesen zu sein. Nach Auffassung der Bundesanwaltschaft hat der seit September 2010 laufende Prozess dafür aber keine tragfähigen Anhaltspunkte erbracht.

wam/news.de/dapd

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Gotit
  • Kommentar 1
  • 14.05.2012 17:22

Es gibt Gruende, weshalb der Schuetze nie ermittelt wird,..1..Er muss noch leben und von ganz oben beschuetzt werden. 2..Wenn es Becker war, ist der Auftraggeber noch heute ihr Broetchengeber und hat ihr 3.den Anwalt bestellt ,der mit seinem Kollegen Dr. Gregor Gysi nun auch den Kreis zur ex DDR schliesst.

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