Comic mal anders Ernie als Penner, Minnie Mouse vergewaltigt

Broken Heroes-Ausstellung
Unsere Comic-Stars als gebrochene Helden

In Berlin sorgt eine Ausstellung für Furore: «Broken Heroes» zeigt Hello Kitty mit dem Messer an der Brust, Ernie aus der Sesamstraße als verkommenen Säufer und Minnie Mouse vergewaltigt am Boden. Witzige Idee oder grausame Kunst?

Ernie aus der Sesamstraße bettelt als Obdachloser. Pu der Bär hat sich erhängt. Hello Kitty setzt sich ein Messer auf die Brust, und Superman hat sich in seinem Spinnennetz verstrickt. Eine Berliner Ausstellung zeigt handgemachte Comicfiguren als «Broken Heroes», als gebrochene Helden. Häkelkünstlerin Patricia Waller hat aus den Ikonen der Popkultur große Puppen gefertigt.

Die Künstlerin beobachte die Gesellschaft sehr scharf, erklärte die Direktorin der Galerie Deschler, Simone Wichers. Es gehe um die Frage «Wie werden Helden in unserer Gesellschaft aufgebaut?»

Und wie reagieren Kinder auf die laut Bild-Zeitung «brutalste Ausstellung der Stadt»? «Die finden das total witzig», sagte Wichers. Eine Minnie Mouse, die vergewaltigt am Boden liegt, ist allerdings vorsorglich etwas abseits ausgestellt. Die Kunst hat ihren Preis: Ein Bild von Ernie kostet 180 Euro, die Häkelfigur 25.000 Euro.

eia/iwi/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Manfred Huber
  • Kommentar 1
  • 30.04.2012 21:39

Ist es wirklich Superman der sich in seinen Spinnenetz verstrickt hat oder doch Spiderman? Die Werke gefallen mir scheinbar haben auch Helden mal Probleme.

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