«Calli» und Miss Germany «Ich weiß, wie man die Mädels anpicken muss»

Ex-Fußballmanager Reiner Calmund sitzt in der Miss-Germany-Jury und wählt die schönste Deutsche mit. Für «Calli» ist dabei nicht nur wichtig, «was die Mädels in der Bluse haben, sondern auch, was unterm Pony steckt». Im news.de-Interview erklärt das Schwergewicht, was die Schönste im Land noch so haben sollte.

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x Bild: Montage/news.de/dpa

Er ist ein Schwergewicht in Sachen Fußball, feiner Küche und Frauen: Reiner Calmund war langjähriger Manager und Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, unter seiner Ägide war Leverkusen einer der erfolgreichsten deutschen Klubs: Der Verein gewann Uefa-Cup und DFB-Pokal, viermal wurde die Mannschaft Vizemeister.

Heute ist der 63-jährige «Calli» ein Marketinggenie: Er schreibt ein Buch mit dem Titel Eine Kalorie kommt selten allein, er speckt in TV-Shows ab - und ist an diesem Wochenende wieder im Europa-Park in Rust zu Gast. Zum dritten Mal sitzt Reiner Calmund in der VIP-Jury und entscheidet mit, wer die neue Miss Germany wird.

Was heißt Schönheit für Sie?

Reiner Calmund: Natürlich spielt das Aussehen eine wichtige Rolle. Ich zum Beispiel würde bei einer Teilnahme zur Mister-Germany-Wahl in der Vorrunde ausscheiden. Aber Aussehen ist nicht alles, es geht auch um Ausstrahlung und Personality.

Miss Germany 2012: Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Und wie wichtig ist das Aussehen?

Calmund: Wenn ein Mädel bildhübsch ist, 'ne tolle Ausstrahlung hat und unfallfrei sprechen kann, muss es nicht Abitur haben oder einen Doktortitel. Ich komme aber nicht blauäugig zur Wahl und gucke, wer am besten mit dem Arsch wackelt. Es geht auch darum, was in dem Mädel persönlich drinsteckt. Schließlich hat die spätere Miss Germany viele Termine, und sie ist eine Botschafterin für Deutschland. Sie muss auch mal drei Sätze druckreif sprechen können.

Wie läuft der Wahltag für Sie ab?

Calmund: Ich bin den gesamten Samstag über im Europapark in Rust vor Ort, wo die Wahl stattfindet. Ich bin im Backstage-Bereich, lass' mir die Glatze föhnen und quatsch ein bisschen ungezwungen mit den Mädels. Ich bin ja ein alter Sack mit viel Erfahrung, ich weiß, wie man die Mädels anpicken muss, um das Richtige aus ihnen herauszukitzeln. Ich will nicht nur wissen, was sie in der Bluse haben, sondern auch, was unterm Pony steckt. Denn bei allem Spaß: Das muss man schon sehr verantwortungsvoll machen.

Models wird ja nachgesagt, etwa zickig zu sein. Hilft Ihnen da der Umgang mit Spielerfrauen aus Ihrer Zeit bei Bayer Leverkusen?

Calmund: Zickige haben keine Chance zu gewinnen. Wer mit einer schlechten Stimmung aufkreuzt, bekommt von mir direkt die Briefmarke auf den Arsch, dann geht's ab zum Bahnhof nach Offenburg und ‹Auf Wiedersehen›. Wir wollen nette Mädchen haben, die belastungsfähig sind und Deutschland mit ihrem ganzen Charisma als Botschafterin vertreten können.

Sie sitzen bereits zum dritten Mal in der Jury bei der Miss-Germany-Wahl. Lagen Sie mit Ihren Vorschlägen damals richtig?

Calmund: Im Jahr 2010 hat meine Favoritin, die Miss Niedersachsen, leider nicht gewonnen. Das war eine sehr nette Frau, mit einer sehr großen Ausstrahlung. Aber auf jeden Fall hat die Wahl im Laufe der Jahre eine sehr positive Entwicklung genommen: Die Mehrzahl der Mädels studiert oder ist in einem ordentlichen Beruf.

Was prädestiniert Sie, über die schönste Frau Deutschland zu entscheiden?

Calmund: Scharfes Auge, viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen.

Haben Sie für dieses Jahr schon eine Favoritin?

Calmund: Ich habe mir ein paar Mädels ausgeguckt, aber noch ist alles offen. Ich finde, dass alle, die es in die Endrunde geschafft haben, Siegerinnen sind. Um sich am Ende die Krone aufzusetzen, gehört auch ein bisschen Glück dazu. Und es ist wie beim Fußball, entscheidend ist die Tagesform: Wie bin ich drauf, wie marschiere ich über den Laufsteg, wie kann ich mich präsentieren?

Ist Ihre Ehefrau Sylvia eifersüchtig über die Juroren-Tätigkeit?

Calmund: Och, ich habe ja Kontakt mit vielen Menschen, auch mit vielen netten Frauen. Meine Ehefrau ist da nicht eifersüchtig. Aber wenn sie Aufstand machen würde, würde ich nicht hinfahren und mir so den Krach zu Hause ersparen. Es ist bei uns wie bei den meisten Paaren: Ich bin der Macho. Aber gemacht wird, was sie will.

eia/news.de

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Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Wolfgang Klötzer
  • Kommentar 4
  • 11.02.2012 12:50

Es ist schade, dass es nur noch einen Typ Frau in Deutschland zu geben scheint der gewinnen soll!Da sollte man die Juroren austauschen und mal normale Menschen einschätzen lassen, dann würden sich die Damen nicht fast bis zur Haarfrisur gleichen, es ist zum erbrechen, nicht mal dabei werden noch Unterschiede gemacht! Ich glaube einfach nicht, dass die Zuschauer nur eine "Sorte Frau" sehen wollen die als schön gilt! Das es da noch etwas mehr geben sollte, als nur Figur, Lächeln, lange Haare ist ja OK, nur ist es wie Menschenzucht! Wo habe ich das schon erlebt, war es in der Landwirtschaft ?

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  • Wolfgang
  • Kommentar 3
  • 10.02.2012 16:28

Liebevoll, wie Mariana disen fetten Kerl nennt: "Hans Dampf in allen Gassen". Für mich ist er in jedem Wort,seiner Selbstironie,seinem Selbstbewußtsein,seiner Optik, ja einfach in jeder Aktion abscheulich! Ansonsten bin ich Mariana´s Meinung: Auftrittsverbot aus ästhetischen Gründen!

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  • Mandy
  • Kommentar 2
  • 10.02.2012 15:43

Die Miss Germany darf auf alle Fälle keine Zugewanderte sein, auch nicht in der 5. Generation, also nie. Sie muss etwas gebildet (Deutsch, Rechnen, Naturkunde, Geografie, Europa, aber auch Kochen, Haushalt, gute Manieren etc.) sein, nicht über 1,80 m lang und zwischen 50 und 60 kg schwer sein. Ein nettes, hübsches Aussehen ist allemal Voraussetzung.

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