Ausschreitungen in Ägypten News am Morgen

Bei schweren Ausschreitungen in einem Fußballstadion in Ägypten sind mindestens 74 Menschen ums Leben gekommen. Facebook ist an der Börse angekommen, Angela Merkel in China. Vor Papua-Neuguinea hat sich eine Schiffskatastrophe ereignet. Der Donnerstagmorgen in Kürze.

Ägypten (Foto)
Bei Ausschreitungen in einem ägyptischen Fußball-Stadion sind mindestens 74 Menschen getötet und fast 250 weitere verletzt worden. Bild: dpa

Dutzende Tote in ägyptischem Fußball-Stadion. Bei Ausschreitungen in einem ägyptischen Fußball-Stadion sind mindestens 74 Menschen getötet und fast 250 weitere verletzt worden. Fans hatten nach dem Abpfiff eines Erstligaspiels in der am Mittelmeer gelegenen Stadt Port Said den Platz gestürmt. Einige warfen mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen. Spieler und Anhänger des Gästeklubs aus Kairo flüchteten in Panik. Die Ausschreitungen standen nach ersten Erkenntnissen nicht mit den politischen Unruhen in Ägypten in Verbindung, zeigten aber deutlich die Unfähigkeit der Behörden, für Sicherheit im Land zu sorgen.

Facebook geht an die Börse. Facebook hat seinen letzten Schritt zu einem Börsengang eingeleitet. Am Mittwoch reichte das Internetunternehmen die entsprechenden Dokumente bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Bei der Emission der Aktien wolle Facebook fünf Milliarden Dollar (3,94 Milliarden Euro) erlösen, hieß es in den Unterlagen. Damit wäre es der bislang größte Börsengang in der Geschichte der IT-Branche. In den kommenden drei bis vier Monaten wird die Finanzabteilung des Unternehmens die Nachfrage der Investoren abschätzen. Die endgültige Summe dürfte in diesem Zeitraum noch weiter ansteigen.

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Fährunglück vor Papua-Neuguinea. Eine Fähre mit mehreren Hundert Menschen an Bord ist vor Papua-Neuguinea gesunken. Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte, nach bisherigen Informationen seien zur Unglückszeit offensichtlich 350 Menschen auf der «MV Rabaul Queen» gewesen. Sie befürchte viele Tote, hieß es in australischen Medienberichten. Gillard meinte: «Dies ist offensichtlich eine größere Tragödie.» Der Koordinator der Rettungsarbeiten, Kapitän Nurur Rahman, sagte der australischen Nachrichtenagentur AAP, 28 Überlebende seien bisher aus dem Wasser gezogen worden. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Informationen.

Merkel in China. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Peking eingetroffen. Die Kanzlerin wird von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation und Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen begleitet. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der chinesischen Führung in Peking sowie in Guangzhou stehen die Wirtschaftsbeziehungen. Thema werden außerdem die Euro-Krise, der Konflikt mit dem Iran und die Lage in Syrien sein. Die Kanzlerin wird zunächst an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften eine Rede zur Finanzpolitik halten. Im Anschluss ist ein Mittagessen mit Vertretern der Finanzwirtschaft geplant. Nach einem Gespräch mit ehemaligen chinesischen Studenten, die während ihres Studiums in Deutschland waren, wird Merkel mit militärischen Ehren vom chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao empfangen.

Mögliche Vorteilsannahme bei Wulffs Auto-Nutzung. Die Staatsanwaltschaft Berlin prüft eine Vorteilsannahme durch Bundespräsident Wulff wegen der Nutzung eines Autos. Es gebe eine Vorprüfung, ob ein strafbares Verhalten vorliege, sagte Oberstaatsanwältin Herbeth der Frankfurter Rundschau. Wulff und seine Frau hatten vom Berliner Audi-Zentrum 2011 einen Audi Q3 zu ungewöhnlichen Konditionen bereitgestellt bekommen. Nach Informationen der Zeitung durften die Wulffs schon ab Sommer 2011 offenbar kostenlos das Auto fahren - Monate bevor das Modell überhaupt markteingeführt war. Der Wagen sei von dem Autohaus überraschend geliefert worden - auf Anweisung der Audi AG.

cvd/news.de/dapd/dpa

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • El Zorro
  • Kommentar 2
  • 03.02.2012 18:24

Merkels Besuch in China hatte nur den einen Sinn, es aus der Schusslinie zu halten wenn die Israelis und die USA den Iran, den er mit den Sanktionen zermürben will angreifen. Genauso verlogen wie die USA mit dem Raketenabwehrschild in Ramstein, der angeblich gegen Iranische Raketen (in Wirklichkeit gegen Russland gerichtet, um es in Schach zu halten wenn er andere Länder angreift). Es geht nur um Israel zu schützen sonst um nichts besonderem. Ich frage mich, wie naiv sind unsere Parlamentarier, besonders de Maizière weiß nicht wos lang geht?

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  • El Zorro
  • Kommentar 1
  • 03.02.2012 17:24

Chaos in Ägypten mit vielen Toten wann wird Fußball endlich verboten? Die sollen mit Murmeln spielen.

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