Von news.de-Redakteurin Katharina Schlager - 18.01.2012, 15.22 Uhr

International Heiraten: Lesen Sie auf Seite 4, wie eine jüdische Hochzeit abläuft

Jüdische Hochzeit

Bei einer jüdischen Hochzeit geht es meist streng traditionell und mit einem klaren Tagesablauf zu. Die Ehe ist eine ernste Sache, die im jüdischen Glauben als göttliches Gebot gilt, das einen Menschen vervollständigt.

Das Besondere an einer jüdischen Hochzeit ist die «mehrstöckigen Hochzeitstorte ist alles perfekt durchgestylt. Und damit die Brautjungfern sich perfekt ins Bild einpassen, sucht die Braut einheitliche Kleider für die Schar ihrer unterstützenden Freundinnen aus. Bevor es ernst wird, studieren viele Paare mit ihren Trauzeugen und Familien bei einer Generalprobe den perfekten Ablauf des großen Tages ein.

Während der Bräutigam sich erst kurz vor der Hochzeit mit seinen Freunden bei einem Junggesellenabschied vergnügt, sagt die Braut ihrem Singleleben bereits einige Wochen zuvor gemeinsam mit ihren Freundinnen bei einer sogenannten Bridal Shower Lebewohl. Dem Junggesellen wird vom Trauzeugen, dem «best man», zumeist ein Besuch im Striplokal organisiert, während die Damen Geschenke überreichen – und bisweilen einen Stripper engagieren.

Das auch in Deutschland beliebte Ritual, den Brautstrauß in die Menge der noch ledigen weiblichen Gäste zu werfen, kommt ursprünglich aus den USA. Die Dame, die den Strauß fängt, den die Braut rücklings über ihre Schulter wirft, wird als nächstes heiraten. So zumindest der Aberglaube. Das Pendant für die Männer: Der Bräutigam zieht seiner Braut das Strumpfband aus und wirft es zwischen die unverheirateten Männer. Die beiden Trophäenfänger müssen anschließend zusammen tanzen.

Übernommen aus Großbritannien ist das Hochzeitsmotto: «Something old, something new, something borrowed, something blue and a silver sixpence in her shoe.» Diese fünf Dinge (alt, neu, geliehen, blau und Geldstück) sollte die Braut tragen. Das Alte symbolisiert die Verbindung zur Familie und zum ledigen Leben. Es ist oft ein Schmuckstück der Mutter oder sogar Großmutter. Das Neue steht für das zukünftige Eheleben und wird oft durch den Ehering, ein zum Schleier passendes Diadem oder ein sexy Dessous abgedeckt. Das Ausgeborgte liefert in den meisten Fällen die erste Brautjungfern, die Maid of Honor, da es für Freundschaft steht. Blau steht für Pflichtgefühl, Reinheit und Loyalität. Optionen: Schmuck, Strumpfband, blaue Blume im Haar oder Strauß – oder auch blaulackierte Zehennägel. Die Geldmünze im Schuh soll Reichtum in die Ehe ziehen.

 

Die perfekte Hochzeit - lesen Sie auch:

- Der richtige Zeitplan für die Hochzeit
- Knigge für den Tag der Hochzeit

ham/rzf/news.de

  • Seite:
  • 2
  • 3
  • 4
Empfehlungen für den news.de-Leser