Eurokrise, Bluttat News am Morgen

Auch an Weihnachten schrecken einige Menschen nicht vor Bluttaten zurück: In London wurde ein Inder im Einkaufstrubel erstochen. Sigmar Gabriel plädiert für die Umwandlung der EU in eine politische Union. Der Dienstagmorgen im news.de-Nachrichtenüberblick.

 London (Foto)
Mitten im Londoner Einkaufstrubel kam es zur Messerstecherei. Bild: dapd

Mädchen nach Abbruch von Kreidefelsen auf Rügen vermisst. Ein Kreideabbruch an der Steilküste der Insel Rügen hat ein Mädchen mit in die Tiefe gerissen. Die Zehnjährige war gestern nahe der beiden Leuchttürme am Kap Arkona mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von den herabstürzenden Erdmassen erfasst worden. Während die Frau und die ältere Schwester verletzt gerettet werden konnten, wurde die Zehnjährige offenbar verschüttet. Der Rettungseinsatz lief auch die Nacht über auf Hochtouren. Auf Rügen brechen regelmäßig Kreidemassen von der Steilküste ab. Experten machen dafür die extremen Klimaschwankungen der vergangenen Jahre verantwortlich. Im Jahr 2002 waren etwa am Kolliker Ort etwa 150.000 Kubikmeter Kreide abgestürzt.

Schuldenkrise: Der Euro in Not

Gabriel für Umwandlung der EU in eine politische Union. Angesichts der Euro-Krise ruft SPD-Chef Sigmar Gabriel zur Umwandlung der EU in eine politische Union auf. Europa müsse von einer Konförderation zur Föderation entwickelt werden, sagte er der Tageszeitung Die Welt. Es gehe um die politische Union, die schon der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl gefordert habe. Die europäischen Verträge müssten stärker verändert werden, als dies auf dem jüngsten Gipfeltreffen in Brüssel beschlossen worden sei, forderte Gabriel. Notwendig sei eine Fiskalunion, zu der Haushaltsstabilität gehört, aber auch eine gemeinsame Steuer- und Finanzpolitik. Als mögliche Mitglieder der politischen Union nannte Gabriel die 17 Staaten der Euro-Zone - und jeder, der sich anschließen wolle.

Fast 1.500 Tote nach Überschwemmungen auf Philippinen. Nach den schweren Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Opfer auf fast 1.500 angestiegen. Allein in der Stadt Cagayan de Oro zählte das Zivilschutzministerium am Dienstag 891 Tote, in der nahe gelegenen Stadt Ilgan 451. In den umliegenden Provinzen gab es weitere Opfer. Bis zu 100 Kilometer vor der Küste seien noch Tote aus dem Meer geborgen worden, sagte der Chef des Zivilschutzes Benito Ramos. Die Suche werde ausgeweitet und so lange fortgeführt, wie noch Leichen gefunden würden. Am 16. Dezember fiel rund um Cagayan de Oro Philippinen innerhalb von zwölf Stunden mehr Regen als sonst in einem ganzen Monat. Ganze Dörfer wurden weggeschwemmt. Mehr als 60.000 Menschen verbrachten Weihnachten in Notunterkünften in überfüllten Schulen und Turnhallen, rund ein Drittel von ihnen Kinder.

Jugendlicher im Einkaufstrubel in London erstochen. Mitten im nachweihnachtlichen Einkaufstrubel ist London am Montag ein 18-jähriger Inder auf der bekannten Shopping-Meile Oxford Street erstochen worden. Vorangegangen war nach Polizeiangaben ein Streit in einem Sportgeschäft. Zehn Personen wurden festgenommen. Ob ein Zusammenhang mit einer zweiten Messerstecherei eine Straßenecke weiter besteht, war der Polizei zufolge zunächst nicht bekannt. Offenbar seien zwei Gruppen Jugendlicher in eine heftige Auseinandersetzung geraten, sagte Kripo-Chefinspektor Mark Dunne. An Zeugen mangele es wohl nicht: «Das ist jetzt wahrscheinlich der betriebsamste Ort im Vereinigten Königreich, am geschäftigsten Einkaufstag.» Der zweite Weihnachtstag ist in Großbritannien traditionell der Tag der Schnäppchenjäger. Hunderttausende stürmten am sogenannten Boxing Day auf der Suche nach Sonderangeboten die Geschäfte und sorgten schon in den ersten Stunden für Rekordumsätze.

Japan lockert Waffenexportverbot. Vor dem Hintergrund der aufstrebenden Militärmacht China und der Bedrohung durch Nordkorea lockert Japan erstmals sein Waffenexportverbot. Das entschied die Regierung am Dienstag. Der Beschluss erfolgt im Einklang mit Japans neuer Sicherheitspolitik einer «aktiven Verteidigung». Japan will so dem veränderten Sicherheitsumfeld Rechnung tragen und die bislang vom Kalten Krieg bestimmte Verteidigungsstrategie anpassen. Kritiker befürchten, dass das pazifistische Nachkriegs-Image des Landes Schaden nehmen könnte. Die neuen Regeln zur Lockerung des seit Jahrzehnten geltenden Waffenexportverbots ermöglichen es der ostasiatischen Wirtschaftsmacht, künftig mit befreundeten Ländern wie den USA bei der Entwicklung und Produktion von Hochtechnologiewaffen wie Kampfflugzeugen zusammenzuarbeiten.

cvd/san/news.de/dapd

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • zizxmht
  • Kommentar 2
  • 05.01.2012 17:17

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  • Böttcher-Bochum
  • Kommentar 1
  • 28.12.2011 00:28

Gabriel hat an sich Recht ;zumal sich damit die Überwindung der schädlichen Gemeinschaftswährung ergebe! Nur der Herr Gabriel machte LEIDER einen Denkfehler.Für seinen Vorschlag gibt es Euweit keine Mehrheit,weder bei den Staaten und meiner Meinung schon garnicht bei der Bevölkerung.Man kann das bedauern ,nur ignorieren und so tun als ob sollte man nicht.

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