Tauschbörsen im Netz Wie Sie ungeliebte Geschenke loswerden

Unerfreuliches Geschenk (Foto)
Der Weihnachtsmann hat so richtig daneben gegriffen? Kein Problem: Ungeliebte Geschenke kann man online tauschen. Bild: istockfoto

Katharina SchlagerVon news.de-Redakteurin
Lange Gesichter unterm Baum. In den Nachwehen des Weihnachtsfests werden Präsente aussortiert. Die Volltreffer bleiben. Doch wohin mit den Fehlgriffen? Wie wär's statt dem Keller mit einer Tauschbörse im Internet? News.de verrät, wo Sie was tauschen können.

Oma hat beim Geschenkekauf voll daneben gegriffen? Die Socken, die Mama liebevoll verpackt und gut gemeint unter den Baum gelegt hat, können auch keine Begeisterungsstürme hervorrufen? Oder vielleicht kennen einen die Freunde so gut, dass gleich dreimal die heiß ersehnte neue CD der Lieblingsband bunt verpackt wurde. Wer zu Weihnachten ein paar Geschenkfehlgriffe zu verbuchen hat, muss nicht verzweifeln. Sicherlich kann man den klobigen Kerzenständer diskret im Keller verschwinden lassen. Doch bei Tauschbörsen im Internet findet man nicht nur die Erfüllung eines eigenen Herzenswunsches, sondern macht auch andere Suchende glücklich. Der Service ist meist kostenlos.

Besonders Bücher stehen bei Online-Tauschbörsen hoch im Kurs. Für kein anderes Produkt gibt es so viele spezialisierte Tauschbörsen. So etwa meinbuch-deinbuch.de, bei dem Bücher gegen Gutscheine getauscht werden. Auch bei BookMooch sowie Tausch-Buecher oder book2book stehen die Druckwerke im Mittelpunkt. Bei einigen dieser Seiten werden Bücher nicht nach Wertigkeit angeboten, sondern unterliegen allein dem Verhandlungsgeschick der Anbieter und Anfrager. Andere Seiten verteilen Punkte als virtuelle Währung.

Geschenke
Ein Griff ins Präsentklo
Krawatte (Foto) Zur Fotostrecke

Der etwas andere Büchertausch

Eine besonders spannende Büchertauschvariante ist die internationale Aktion bookcrossing.com. So funktioniert es: Ein Buch wird registriert, gekennzeichnet und dann in die Freiheit entlassen. Soll heißen: In Kirchen, Kneipen, Mensen oder Arztwartezimmern hinterlegt, sodass andere Bücherwürmer sich auf die Jagd nach ihnen begeben können. Nach dem Lesen wird das Buch wieder freigelassen. Möglichst an einem anderen Ort. Deutschland ist derzeit mit 5882 «Bookcrossing-Zonen» weltweit Spitzenreiter dieser Tauschmöglichkeit. Zum Vergleich: In Japan gibt es 14, in den USA 4648 und in Südkorea 6. Wer ein Buch in die Welt schickt, kann dessen Reise und Stationen online verfolgen.

Schlecht geschenkt
Immer schön das Lächeln üben
Video: Unitec

Auch internetaffine Gamer haben ihre eigene Tauschbörse. Game Change wirbt damit, dass es beim Tausch um keine Punkte oder virtuelles Geld gehe. Hier sind Puristen am Werk: Spiel gegen Spiel. Andere Angebote, etwa zu Konsolen, Zubehör oder anderen Artikeln, sind tabu.

Keine reine Tauschbörse ist Tauschticket, auch wenn die Seite mit dem Spruch aufmacht: «Tauschen bei Deutschlands meistbesuchter Tauschbörse». Dort gibt es für jeden Artikel, den man einstellt und los wird, ein Guthaben in virtueller Ersatzwährung. Diese kann dann zum Erwerben eines anderen Artikels eingesetzt werden. Somit fällt das manchmal etwas ermüdende Suchen nach dem idealen Tauschpartner weg. Nachteil: Man ist an die Plattform gebunden, bis man seine Währung wieder investiert hat. Weiteres Minus: Für jeden Tausch fällt eine Gebühr von 49 Cent an.

Ausgemistete T-Shirts beim Kleiderkreisel

Beim Kleiderkreisel - wie der Name schon sagt – werden Kleidungsstücke feilgeboten. Allerdings handelt es sich bei dem Kreisel um keine reine Tauschbörse. Es gibt zwar eine Tauschoption. Aber viele stellen ihre ausgemisteten T-Shirts und Röcke gegen Geld auf die Seite. Nettes Extra: Ein Forum, in dem die Mitglieder sich über Mode sowie Gott und die Welt austauschen können. Den Service gibt es gebührenfrei.

Im vergangenen Jahr wurden von Getestet.de Online-Tauschbörsen verglichen. Testsieger: Die Kleinanzeigen auf Ebay. Dort ist dem Tauschrepertoire keinerlei Grenze gesetzt. So tauscht etwa jemand aus Paderborn sein Lederecksofa gegen eine Kiste Jever. Nur Selbstabholer – und Bierbringer. Die kleine Schwester des Online-Auktionshauses glänze durch «klaren Seitenaufbau, einfache Handhabung sowie umfassende Filtermöglichkeiten», so wirbt die Online-Plattform für sich. Plus: Das Ganze ist kostenlos und lässt auch die Optionen offen zu verkaufen und zu verschenken.

Auch auf Facebook hatten Weihnachtsenttäuschte im vergangenen Jahr versucht zusammenzufinden, um Geschenke auszutauschen. Doch außer einer Handvoll halbherziger Posts landete bei dem Versuch nichts auf der Pinnwand.

sca/eia/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Wichtelteam
  • Kommentar 3
  • 25.11.2013 14:30

Tauschbörsen sind schon eine feine Sache. Ganz neu nun auch dabei weihnachtsgeschenke-tausch.de Ganz speziell für Weihnachten.

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  • genschenkidee
  • Kommentar 2
  • 20.11.2013 21:55

Online Tauschbörsen! Das ist ja mal eine geniale Idee! Wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt! Danke für den Tipp! Eigentlich sollte man sich ja immer über Geschenke freuen… Aber mal ganz ehrlich… manchmal weiß man echt nicht was man mit so manchen Geschenken anfangen soll…!

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  • Stefan
  • Kommentar 1
  • 06.06.2013 07:24

Wir versuchen gerade eine neue Tauschbörse Zu etablieren, zu finden unter TAUSCHPALAST.com bzw. TAUSCHPALAST.de. Wir würden uns also über eine Erwähnung sehr freuen.

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