Sonntag, 20. November News am Morgen

Bergungsarbeiten nach Massenkarambolage (Foto)
Ein Kriminaltechniker steht in Gronau nach einem Horrorsrash auf der Autobahn 31 an der Unfallstelle. Nach der verheerenden Massenkarambolage vom Freitag mit drei Toten und über 30 Verletzten gestalteten sich die Aufräumarbeiten noch schwieriger als erwar Bild: dapd

Nach dem schweren Massencrash auf der A31 ist die Strecke nach über 24 Stunden wieder frei für den Verkehr. In Spanien stehen die Konservativen vor einem Wahlsieg und die Bundesjustizministerin will die Familien der Nazi-Mordopfer entschädigen. Die Nachrichten des Tages im Überblick.

A 31 nach mehr als 24 Stunden wieder für den Verkehr frei. Nach dem schweren Verkehrsunfall vom Freitagabend mit drei Toten und mehr als 30 Verletzten ist die Vollsperrung der Autobahn 31 zwischen den Anschlussstellen Heek und Gronau-Ochtrup gestern Abend um 22 Uhr wieder aufgehoben worden. Nach mehr als 24 Stunden seien die Aufräumarbeiten beendet worden, teilte die Landesleitstelle der Polizei Nordrhein-Westfalen mit. Bei dem Serienunfall waren am Freitagabend 52 Fahrzeuge ineinander gefahren. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich schwieriger als erwartet. Ein Hubschrauber machte aus der Luft Aufnahmen von der Unfallstelle, die sich über mehrere Hundert Meter erstreckte. Die Ermittler erhoffen davon weitere Aufschlüsse über den Unfallhergang.

Nordrhein-Westfalen
Massencrash auf der A31
Drei Tote und 35 Verletzte bei Massenkarambolage (Foto) Zur Fotostrecke

Justizministerin will Familien der Nazi-Mordopfer entschädigen. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat eine Entschädigung für die Angehörigen der Neonazi-Mordopfer angekündigt. «Den Familien der Opfer gehört jetzt unsere Anteilnahme», sagte sie der Welt am Sonntag. Auch wenn finanzielle Hilfen das Leid nicht ungeschehen machen könnten, werde sie mit Opferentschädigungen aus ihrem Haushalt versuchen, den Angehörigen ein Zeichen der Solidarität zu geben. Sie fürchte, dass am Ende der Aufklärung «noch mehr Opfer von Fremdenhass zu beklagen sind als heute bekannt», fügte die FDP-Politikerin hinzu.

Zweite Tatwaffe von Heilbronner Polizistenmord gefunden. In der ausgebrannten Wohnung der Zwickauer Terrorgruppe ist eine zweite Tatwaffe gefunden worden, mit der 2007 auf zwei Heilbronner Polizisten geschossen wurde. Das teilte die Bundesanwaltschaft heute in Karlsruhe mit. Im April 2007 war die Polizistin Michéle K. durch einen Kopfschuss getötet worden, ihr Kollege wurde von einem zweiten Täter ebenfalls durch gezielte Schüsse schwer verletzt, überlebte jedoch. Jetzt wurde die Waffe, mit der auf den Polizisten geschossen worden war, in der Zwickauer Wohnung der Terrorgruppe sichergestellt. Die Waffe, mit der Michéle K. ermordet worden war, war bereits in dem ausgebrannten Wohnmobil der mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden worden. Sie hatten sich nach einem Banküberfall in Eisenach erschossen.

Spanische Parlamentswahl im Zeichen der Krise. Über 34 Millionen Spanier sind heute zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Nach aktuellen Umfrageergebnissen wird die regierende Sozialistische Partei gegen die konservative Volkspartei verlieren. Die Wahl steht im Zeichen der Krise: Nach zwei Jahren Rezession ist Spaniens Arbeitslosenquote mit 21,5 Prozent im europäischen Vergleich äußerst hoch, die Staatsverschuldung nimmt bedrohliche Ausmaße an.

Guttenberg wieder da - Auftritt auf Sicherheitskonferenz in Kanada. Acht Monate nach seinem Rücktritt ist der ehemalige Verteidigungsminister zu Guttenberg wieder ins Rampenlicht zurückgekehrt. Der CSU-Politiker trat gestern auf einer Sicherheitskonferenz im kanadischen Halifax auf. Gut eine Stunde diskutierte Guttenberg mit anderen Experten über die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Dabei ging es auch um den Euro und die Schuldenkrise in Europa. Guttenberg sagte, es handele sich nicht nur um eine Euro- oder Schuldenkrise, sondern auch um eine Krise des Verständnisses der Probleme und der politischen Führung. Der CSU-Politiker präsentierte sich mit neuer Frisur und ohne Brille. Es war der erste öffentliche Auftritt seit dem Rücktritt Anfang März.

Zwei Menschen verbrennen nach Unfall in ihrem Auto. Bei einem Verkehrsunfall am Autobahndreieck Werder in Brandenburg sind gestern zwei Menschen ums Leben gekommen. Die beiden verbrannten in ihrem Auto, nachdem der Wagen auf der Zufahrt von der Autobahn 10 auf die A 2 mit einem Lkw zusammengestoßen war und Feuer fing, wie ein Polizeisprecher in Potsdam sagte. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst noch unklar. Auch die Identität der Opfer stand noch nicht fest.

Sylvester Stallone stellt Rocky-Musical in Hamburg vor. Eine Musical-Version des Boxfilms Rocky soll 2012 in Hamburg Premiere feiern. Zur Vorstellung des von Stage Entertainment produzierten Musicals sollen heute auch US-Schauspieler Sylvester Stallone sowie die Boxprofis Vitali und Wladimir Klitschko nach Hamburg kommen. Der erste der sechs Rocky-Filme über den Außenseiter Rocky Balboa hatte Stallone 1976 über Nacht zum Star gemacht. Stage Entertainment führt in der Hansestadt bereits die Musicals König der Löwen, Tarzan und Sister Act auf.

cvd/news.de/dapd

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