Chelsea Clinton & Co. Politikerkind - ein schweres Schicksal

Sie stehen im Fokus der Öffentlichkeit: Söhne und Töchter berühmter Politiker. Das kann gut gehen, wie bei Bill Clintons Tochter Chelsea. Oder es kommt zum Skandal, wie bei George W. Bushs Töchtern. News.de über das schwere Los als Kind großer Staatsmänner.

Chelsea Clintons (Foto)
Chelsea mit ihrem Vater dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Bild: dpa

Erst diese Woche machte sie wieder Schlagzeilen: Chelsea Clinton. Dass die Tochter des ehemaligen amerikanischen Präsidenten und der amtierenden Außenministerin nun als Fernsehreporterin arbeiten will, ist offensichtlich Grund genug, weltweit in die Nachrichten zu kommen. Dabei hat sie mit ihrer TV-Karriere noch nicht einmal begonnen, wie erfolgreich ihre Rolle in der Show Making A Difference wird, ist völlig unklar.

Aber die Journalisten frohlocken schon, wenn sie überhaupt etwas über die wohl bekannteste Politikertochter der Welt schreiben können - wen interessiert da schon der Nachrichtenwert? Motto ist schon seit Bill Clintons erster Amtszeit: Chelsea ist immer eine Nachricht wert, egal ob sie ihre Mutter im Wahlkampf unterstützt oder versucht, im privaten Kreis ihre Hochzeit zu feiern. Einfach ist diese Rolle für die 31-Jährige bestimmt nicht, für ihre berühmten Eltern musste sie ihre Unbefangenheit opfern. Nie war sie unbeobachtet. Andererseits kann sie durch ihre Berühmtheit auch etwas bewirken und so nutzt Chelsea inzwischen ihre Rolle in der Öffentlichkeit und ihr politisches Talent, um Gutes zu tun.

Politikerkinder: Berühmte Kinder großer Männer

Chelsea Clinton ist nicht die einzige, die allein wegen ihres Nachnamens für Schlagzeilen sorgt. Sie teilt ihr schwieriges Schicksal mit Politikerkindern in der ganzen Welt. Im Kleinen erlebte das Bundesland Bayern Anfang des Monats etwas ganz Ähnliches - Jakob Hermann, Sohn des bayrischen Innenministers Joachim Hermann, bestimmte kurzzeitig die Nachrichten. Allerdings hat der 19-Jährige dafür auch etwas getan. Von Karriere kann bei ihm trotzdem nicht die Rede sein.

Mittelmäßiger Rap aus Erlangens Mittelschicht

Jakob Hermann macht unter dem Pseudonym «Jackpot» seit einigen Jahren mittelmäßigen Deutschrap. Anfang November veröffentlichte er nun sein Debütalbum auf seinem eigenen Label Revolution Records. Gleichzeitig erschien auf seiner Homepage das Video zur Single Es ist wie es ist und sofort druckte das Boulevardblatt Münchener Abendzeitung wieder große Buchstaben mit seinem Namen.

Dabei ist die Nachricht - nämlich die, dass ein 19-jähriger Möchtegern-Gangster aus Erlangen ein durchschnittliches Rap-Album rausbringt - im Grunde relativ uninteressant. Aber Jakob Hermann ist nun einmal der Sohn des bayrischen Innenministers und die Diskrepanz zwischen seinen Raptexten - «Zeig mir jede geile Frau - Mandy oder Sandy, sie ziehen sich einfach für mich aus und ich bang sie» - und den Vorstellungen des als Hardliner bekannten Vaters ziemlich groß. Der Sohn rappt über seinen Alkohol- und Drogenkonsum, der Vater fordert ein Alkoholverbot an Tankstellen und setzt Staatstrojaner gegen Drogendealer ein.

Nun muss Joachim Hermann sich von den Ansichten seines Sohnes abgrenzen, während der als jugendlicher Rebell natürlich uneinsichtig bleibt. Er kann ja nichts für den Job seines Vaters. Andererseits profitiert er als Sohn eines Ministers natürlich vom guten Erlanger Elternhaus und vermutlich dürfte auch etwas vom Kapital seines Vaters in die Produktion seines Albums geflossen sein - Ghetto ist da Fehlanzeige.

Bei Familie Hermann leidet derzeit vor allem der Vater unter dem Image des Sohnes - andererseits wird der Sohn auch viel unter dem streng-konservativen Ansichten seines Vaters gelitten haben. Vielleicht rächt er sich in seinen Songs ja am dominanten Vater. Denn der familiäre Umgang mit machtbewussten Politikern ist für viele Kinder nicht leicht. Auch Walter Kohl kann ein Lied davon singen. Der Sohn eines der größten Politiker der deutschen Geschichte litt unter dem Patriarchen und hat ein Buch darüber geschrieben. Zwischenzeitlich herrschte absolute Funkstille zwischen den Kohls, inzwischen haben sie sich aber wieder versöhnt.

Sehen Sie in unserer Fotostrecke weitere berühmte Politikerkinder und deren Skandale - von den trinkenden Bush-Töchtern zur Teenie-Schwangerschaft von Bristol Palin.

beu/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 1
  • 29.12.2012 09:45

Bill Clinton war ein SUPER GUTER Praesident der USA solch einen Praesidenten wie er es war , soetwas wird es in den USA niemals mehr geben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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