Wettervorhersage So sagen Pflanzen und Tiere das Wetter voraus

Bevor es Wetterstationen, Funk und Fernsehen gab, mussten die Menschen das kommende Wetter von Mutter Natur ablesen. Diese alten Regeln kann man heute noch anwenden. News.de verrät, wie's funktioniert.

Bevor es Wettermeldungen in Funk und Fernsehen gab, waren die Menschen darauf angewiesen, das Wetter durch Beobachtungen zu bestimmen. Sie achteten auf Wolken und Wind, aber auch auf Pflanzen und Tiere. Wer seine Umwelt genau beobachtet, der braucht auch heute keinen Wetterbericht und keine Wetterstation. Viele Tiere und Pflanzen verraten uns durch ihr Verhalten, ob es Petrus bald regnen lässt. So schließen Kiefernzapfen sich in feuchter Luft und sind bei trockenem Wetter geöffnet. Wer sich also einen Zapfen vor's Fenster hängt, weiß, wann er seinen Schirm besser mitnehmen sollte: Dann nämlich, wenn die Zapfenschuppen geschlossen sind.

Auch wenn Sauerklee seinen Kopf hängen lässt und die Sonnenblumen ihre Blüten morgens einfach nicht öffnen, sind Schauer angesagt. Der Sauerklee spannt sogar seinen eigenen Regenschirm auf: Er faltet seine Blätter zusammen und stellt seine Blattstiele aufrecht. Die Sonnenblume, der Löwenzahn und die Kamille werden ebenso wie Ringelblume und Gänseblümchen nicht ohne Grund Sonnenbräute genannt. Sie richten ihre Blütenköpfe nach dem Sonnenlauf. Und: Sie halten ihre Blütenpracht geschlossen, wenn es regnen wird. Das erklärt auch, warum manche Pflanzen nachts schlafen.

«Riechen Birken oder Linden, wird die Sonne bald verschwinden. Und es kommt, wie's kommen muss, bald ein dicker Regenguss.» Diese alte Bauernregel verrät, dass auch die Nase ein guter Regensensor sein kann: So duften beispielsweise Linden und Birken vor Regen sehr stark. Und natürlich wissen auch viele Tiere eher als wir Bescheid, wann es nass wird: Dann kommen Regenwürmer aus der Erde gekrochen, Mücken spielen im Schatten und ein Heer von Nacktschnecken lässt sich blicken und zieht seine schleimigen Bahnen.

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