Absurde Wetten «Ich setze 1000 Euro auf die Aliens!»

Nach diversen Fußball-Wettskandalen nun ein Nobelpreis-Wettskandal? Die schwedische Staatsanwaltschaft ermittelt zumindest. Es bleibt die Frage: Wer wettet auf Wissenschaftler und Literaten? Es gibt doch viel absurdere Angebote. News.de stellt ein paar vor.
 

Wetten (Foto)
Wetten macht Spaß - und geht so leicht. Beispielsweise im Internet. Bild: iStockphoto

Eigentlich ist die Vergabe der Nobelpreise für Außenstehende eine eher langweilige Angelegenheit. Nicht einmal Literaturpapst Marcel Reich-Ranicky kennt den diesjährigen Gewinner Tomas Tranströmer, der für seine schwedischen Haiku-artigen Gedichte geehrt wurde. Man muss sich schon sehr gut auskennen, um eine Wette auf den künftigen Preisträger einzugehen und eine realistische Chance auf einen Gewinn zu haben.

Trotzdem soll es Menschen geben, die auf den Ausgang der Nobelpreise wetten. Und bei der Vergabe des diesjährigen Nobelpreises für Literatur kam es zu einem kleinen Skandal. Kurz vor Bekanntgabe des Gewinners wurde nämlich sehr viel Geld auf den Gewinner Tomas Tranströmer gesetzt. Ungewöhnlich, weil er nicht unbedingt zum engsten Kreis der Favoriten gehörte. Die Staatsanwaltschaft vermutet: Da hat jemand aus dem Komitee geplaudert, den Gewinner vorab verraten, gegen Geld natürlich. Ein Wettskandal wie im Fußball. Nur ohne Ball. 

Tomas Tranströmer?: «Ich kenne ihn nicht»

Dabei gibt es sicherlich viel spannendere Dinge, auf die man wetten kann. Dinge, die solch einen hohen Unterhaltungswert haben, dass es lustig wäre, sie geschehen zu sehen. Ein Beispiel gefällig?

Zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika konnte man darauf wetten, dass Deutschland Italien im Finale schlägt, und der Papst danach am Petersdom We Are The Champions anstimmt. In diesem Fall hätte man gut manipulieren müssen, witzig wäre es mit ziemlicher Sicherheit geworden. Die Quote damals: 2000:1.

Kann Obama beweisen, dass es Aliens gibt?

Ähnlich kurios war die Wette, die man abschließen konnte, als der ehemalige Werder-Stürmer Ailton nach China zu Chongqing Lifan wechselte. Wäre der Kugelblitz dort Torschützenkönig geworden, hätte es den sechzehnfachen Einsatz zurückgegeben. Hätte Ailton sich in China mit der Schweinegrippe infiziert, wäre das Geld vereinundzwanzigfacht worden. Die Spielmanipulation wäre in diesem Fall allerdings auch mit einer Körperverletzung einhergegangen.

So richtig in Fahrt kamen die Wettpaten und die Wettsüchtigen aber zur Hochzeit von William und Kate in diesem Jahr. Ohnehin sind die Briten ein wettfreudiges Volk. Dort kann beispielsweise auf das Geschlecht von Babys und das Geburtsdatum gewettet werden - gerne auch als Kombiwette. Und als nun William seine Kate zum Altar führte, da zeigten die Wettbüros ihre ganze Kreativität.

Nicht nur konnte Geld auf das Scheidungsdatum gesetzt werden, es konnte auch gewettet werden, ob Kate den Prinzen vor dem Altar würde warten lassen. Wäre kein netter Zug von ihr gewesen, hätte den mutigen Wettern aber eine ganze Stange Geld gebracht. Pro gesetztem Pfund hätte es 100 Pfund zurückgegeben.

Eine noch bessere Quote als die Flucht der Braut in England gibt es übrigens - immer noch - auf diese Wette: Sollte der US-Präsident beweisen können, dass es Aliens gibt, werden die Wagemutigen ganz reich. Die Quote 1000:1. Viel Erfolg!

jag/news.de

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