Tag des Butterbrots Eine Schnitte für alle Fälle

Butterbrot (Foto)
Der 30. September ist der Tag des Butterbrots: Guten Appetit! Bild: dapd

Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus
Quark, Müsli und Brötchen laufen einem ganz scharfen Ding den Rang ab: dem Butterbrot. Mit Käse, Wurst oder Marmelade, dazu ein Kakao - das schmeckt nach Kindheitserinnerung. Heute ist der Tag des Buttersbrots. News.de mit einer Huldigung.

Es gibt Dinge, die führen ein Schattendasein. Im Fall des Butterbrotes ist es ein Dasein in einer Plastikdose, meist vergraben unter Büchern, Taschentüchern, dem Puderdöschen. Was die Menschheit eben in ihrer Tasche so bei sich trägt.

Gegen Mittag holen wir die Dose dann aus den Tiefen der Tasche respektive des Beutels und das letzte Stündchen des Butterbrots hat geschlagen. Haps - und weg damit.

Dabei hat es das Butterbrot, eigentlich eine elegante Schnitte mit viel Geschmack und Stil, nicht leicht, gegen die Konkurrenz zu bestehen. Es gibt den Lieferservice, der Nudeln ins Büro bringt. Es gibt Fertigsuppen, die durch Zugabe von heißem Wasser den Magen füllen. Wer stellt sich da noch morgens in die Küche, um sich ein Brot zu schmieren? Nur wenige. Das Butterbrot ist vom Aussterben bedroht, dabei ist Deutschland doch ein Brot-Land!

Tag des Butterbrots
Ey, du Schnitte!

Der Brot-Purismus ist ganz schön cool!

Selbst Goethe, den viele von uns noch aus der Schule kennen, hat dem Brot schon ein Denkmal gesetzt: Er lässt seinen sich selbst bemitleidenden Werther ein Brot essen und saure Milch trinken. Und auch der große Reformator Martin Luther griff gerne zur Schnitte mit Aufstrich.

Das Butterbrot hat etwas Puristisches. Es ist einfach. Mit etwas Butter, eine Scheibe Käse dazu: fertig. Ganz schön blöd für die Schnitte, dass die meisten Menschen es möglichst kompliziert auf dem Teller haben wollen. Ein Käsebrot, wenn es Couscous-Salat auf Feigenschaum mit Mandelkrönchen geben kann? Klingt ja auch besser, wenn man auf die Frage «Und was isst Du heute so?» gleichzeitig mit seinen Kochkünsten und dem Besitz eines Kochbuchs beeindrucken kann. Denken viele.

Dabei ist pur irgendwie viel cooler. Und es zeugt von Größe, zu sagen: «Ich habe ein Butterbrot dabei - darauf freue ich mich schon den ganzen Vormittag.» Sollen die anderen sich doch vor der Mikrowelle die Beine in den Bauch stehen, wir essen unser Butterbrot. Guten Appetit!

Was Russland mit dem Butterbrot zu tun hat und warum die Marmeladenseite irgendwann die Fliesen zieren wird: Klicken Sie sich durch unsere Bilderstrecke.

eia/news.de

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