Beziehung Was Männer zum Sabbern bringt

Sabbernde Männer (Foto)
Die Freundin ist zu leicht zu haben - deshalb sabbert der Mann bei ihr nicht. Ganz anders sieht es hingegen bei der Nachbarin aus. Bild: iStockphoto

Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus
Kein Blick für die Freundin in Dessous, aber Schnappatmung beim Ausschnitt der Nachbarin: Frauen können Männer manchmal nicht verstehen. News.de verrät, warum Männer manchmal sabbern vor Verlangen - und manchmal eben nicht.

Die Männer - sie haben es nicht leicht. Von Frauen werden sie ganz genau begutachtet, bei kleinen Marotten zum Exfreund gemacht, und von ihren Geschlechtsgenossen werden sie verspottet, wenn sie sich nur den kleinsten Fehler erlauben. Nun auch noch das: Männer sabbern, wenn sie Autos und Geld sehen.

Im Prinzip ist das gar nichts Neues. Welche Frau wunderte sich nicht schon über den merkwürdigen Blick, den manche Männer bekommen, wenn sie an einem Autohaus vorbeifahren? Drehen sie sonst nur den Kopf, um entweder der halbnackten Nachbarin hinterherzuschauen oder der Freundin zu sagen, dass sie noch ein kaltes Bier mitbringen soll, reagieren sie nun ganz hektisch, die Männer. «Hast du da den neuen Porsche gesehen?», fragen sie und die Freundin zuckt nur die Schultern.

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Männer wollen, was sie nicht haben können

Besonders Männer, die keine Macht haben, reagieren mit Sabbern auf Autos - oder eben Geld. Das haben nun amerikanische Wissenschaftler herausgefunden und bestätigen damit, was Frauen schon immer ahnten: Es braucht keine scharfen Dessous, um den Mann aus der Fassung zu bringen - der Auspuff eines Porsches reicht auch schon. Die Wissenschaftler steckten den Männern Wattebäusche in den Mund und stellten fest: Sehen Männer Geld oder ein schnelles Auto, wird der Speichelfluss stärker.

«Alles, was der Mann begehrt, sei es ein Objekt oder eine Person, regt im Gehirn den Bereich an, der für den Speichelfluss zuständig ist», schreibt Professor David Gal von der Universität Chicago im Journal of Consumer Research. Das Team um den Forscher hat herausgefunden: Das, was der Mann sich aufgrund seines niedrigen Status nicht leisten kann, animiert ihn, zu sabbern: das Auto, das Geldbündel, die verwöhnte Nachbarin mit den unechten Brüsten. Daher auch wahrscheinlich der Auspruch «sie macht ihm den Mund wässerig». Eine Art Pawlowscher Relex, der immer dann einsetzt, wenn da etwas ist, das der Mann nie haben wird.

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Wer ein schnelles Auto hat, der kann auch schöne Frauen haben

Die Frau, der Wagen, das Geldbündel sind für den Mann nicht einfach nur Dinge, es ist etwas, das sie mit Macht verbinden, mit persönlichem Ansehen und Reichtum. «Wer all das hat», denken sie, «der ist ein richtiger, ein beneidenswerter Mann». Und wer all das hat, der kann noch mehr schöne Frauen und noch mehr schnelle Autos haben - kein Wunder, dass bei der Vorstellung der Speichel in Strömen fließt. Allerdings zeigte die Untersuchung auch: Wer all das wirklich hat, der sabbert nicht - weil er das Auto, die scharfe Frau, das Geld gar nicht mit seiner Macht, seinem Ansehen in Verbindung bringt.

Das erklärt auch, warum der eigene Freund bei der Freundin in Dessous nicht sabbert: Weil sie ja immer da ist - und auch irgendwie immer verfügbar. Was lernen wir Mädels daraus? Ab und zu mal rar machen - dann klappt das auch mit dem Sabbern beim Freund. Wenn man das überhaupt wollen kann.

Und bei welchem Wagen fangen Sie an zu sabbern? Wählen Sie die schönste Neuvorstellung auf der IAA und stimmen Sie in unserem Fotovoto ab!

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kra/cvd/news.de

Leserkommentare (11) Jetzt Artikel kommentieren
  • Ellipirelli
  • Kommentar 11
  • 21.09.2011 15:39
Antwort auf Kommentar 10

Weder Männer,noch Frauen sind Engel..Nur ist diese Erkenntnis nicht neu,und mit Diskussionen,wer denn nun "besser" von beiden Geschlechtern ist,läßt sich wunderbar das Sommerloch füllen.Es geht doch wohl darum,wieviel man als MENSCH taugt(oder nicht),was hat das nun mit dem Geschlecht zu tun? Ich finde "sabbernde"(Hampel)männer genauso eklig,wie doofgeiles Weibervolk..;-)

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  • hpklimbim
  • Kommentar 10
  • 21.09.2011 12:36
Antwort auf Kommentar 7

Sie bestätigen meinen K6 geradezu mit Nachdruck. Meine fast 80-jährige Mutter fährt noch jeden Tag für ein paar Stunden ins Geschäft. 60 Jahre Gastronomie. Ihr Kommentar zu diesem Thema: "Ich arbeite lieber mit 20 Männern zusammen als mit einer einzigen Frau". Da ist was Wahres dran! So viel Lebenserfahrung lässt sich nicht so einfach unter den Tisch kehren. Und einen teuren Manager, Berater oder Werbefachmann hat sie für diese Erkenntnis auch nicht gebraucht.

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  • Peer Spektive
  • Kommentar 9
  • 21.09.2011 10:32

Amerikansiche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich mit pseudowissenschaftlichen Studien jedes noch so sinnlose Klischee bestöätigen lässt. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung vom Verband der Werbeindustrie, bezahlt von führenden Autoherstellern. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

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