Flugzeugunglück Weitere Tote und ein neuer Absturz

Erst stürzte ein Flugzeug in Reno/Nevada ab und forderte das Leben von nunmehr neun Menschen. Nun gab es einen weiteren Unfall. In West Virgina stürzte - ebenfalls während einer Flugshow - eine Oldtimer-Maschine ab.

Flugzeugabsturz in Reno (Foto)
Nachdem bereits am Freitag ein Flugzeug während einer Flugshow abstürzte und mindestens neun Menschen das Leben kostete, verunglückte gestern erneut eine Maschine während einer Flugshow.  Bild: dapd

Nach dem Absturz eines historischen Jagdflugzeugs bei einer Flugshow im US-Bundesstaat Nevada ist die Zahl der Toten auf neun gestiegen. Das teilte die Polizei am Samstag auf einer Pressekonferenz mit. Demnach wurden noch 17 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Am Freitag war die Propellermaschine aus dem Zweiten Weltkrieg bei einem Wettflug in Reno abgestürzt. Sieben Menschen starben den Angaben zufolge auf dem Flugplatz, darunter der Pilot, die beiden anderen erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zunächst war von mindestens drei Toten ausgegangen worden.

Auch bei einer Flugshow in West Virginia kam es zu einem tödlichen Unfall. Nach Medienberichten stürzte am Samstag ebenfalls eine Oldtimer-Maschine ab - in diesem Fall während eines Formationsfluges in Martinsburg. Das Flugzeug vom Typ T-28 sei auf das Rollfeld gestürzt und in Flammen aufgegangen. Der Pilot sei getötet worden, hieß es unter Berufung auf die Nationalgarde. Zuschauer seien nicht zu Schaden gekommen.

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Die Ursachen beider Abstürze blieben zunächst unklar. Experten gingen aber davon aus, dass in Reno ein mechanischer Schaden schuld war. Ein Team der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB setzte seine Ermittlungen am Unglücksort fort.

Einen möglichen Anhaltspunkt könnten Videoaufnahmen kurz vor dem Absturz bieten: Sie deuten darauf hin, dass am Heck der Maschine ein Stück fehlte. Nach Polizeiangaben wurde am Boden ein Teil gefunden. Es sei jedoch noch nicht sicher, dass es von der Unglücksmaschine stamme. Aber «wir konzentrieren uns klar darauf», sagte der stellvertretende Polizeichef von Reno, Dave Evans.

Die Maschine - ein einmotoriges Jagdflugzeug vom Typ P-51 Mustang - war nur wenige Meter von einer dicht besetzten Zuschauertribüne entfernt auf den Boden geprallt. Zuschauer berichteten, Pilot Jimmy Leeward habe sich noch kurz vor dem Absturz bemüht, das Flugzeug von der Menge wegzulenken. Augenzeugen nannten ihn einen Helden. Der 74-jährige Leeward galt als äußerst flugerfahren: Er war ein langjähriger Hollywood-Stuntpilot.

som/cvd/news.de/dpa

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