Kuriose Erfindung Bratwurst wird zur Toastwurst

Eine Bratwurst aus dem Toaster? Für die einen ist das ein Beitrag in der Rubrik «Dinge, die die Welt nicht braucht». Für zwei Bremer ist es eine Marktlücke. Sie haben das passende Gerät dazu entwickelt. Kommt jetzt das Grillvergnügen im Büro?

Wursttoaster (Foto)
Mmmh, lecker: eine Bratwurst! Bild: Felix Rennies/Marco Bruns

Da sitzen wir Mittags im Büro und plötzlich ist er da: der Heißhunger auf eine Bratwurst. Aber was tun? Wahrscheinlich haben auch Felix Rennies und Marco Bruns so da gesessen, mit Heißhunger. Und vielleicht haben sie deshalb auch einen Bratwursttoaster entwickelt. Nach Schnitzel für den Toaster nun auch noch einen Wursttoaster?

Statt zweier schmaler Schlitze für das Brot hat das Gerät zwei runde Öffnungen, wo die Bratwürste einfach reingesteckt werden können. Die Idee dazu stammt von den zwei Jungunternehmern aus Bremen, dem Diplom-Ingeniur Felix Rennies und Betriebswirt Marco Bruns. Auch wenn die Erfindung nicht auf Anhieb ein Selbstläufer zu sein scheint, konnte die Idee das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie doch überzeugen. Für den Bratwursttoaster wurden die Erfinder zu «Kultur und Kreativpiloten 2010» gekürt.

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Eine Kondomverpackung für ungeschickte Hände

Sie grillen lieber? Kein Problem, der Wursttoaster soll, zumindest vorerst, nur als Gastronomieprodukt angeboten werden - für den Kiosk um die Ecke oder an Tankstellen. Dafür seien die Verkaufsargumente einfach am stärksten, sagt Rennies. Die vorab mögliche Kaufabsichtserklärung wurde schon von etwa einhundert Interessenten genutzt. Zwar ist sie unverbindlich, garantiert aber, bei potenziellen Kunden nicht in Vergessenheit zu geraten.

Die Jungunternehmer hatten die Selbständigkeit schon immer im Blick und haben noch viele Ideen, sagen sie - doch erst einmal kann man seit dem 1. August nun den Bratwursttoaster kaufen. Die Nachfrage ist da - und die zwei Norddeutschen reiben sich die Hände.

Durch ganz viele aufgeregte Finger könnte die Idee von Gerold Achim Adamietz gehen. Er erfand kein neues Produkt, dafür aber eine innovative Verpackung - für ein altbewährtes Verhütungsmittel. Schließlich hat sich auch das Kondom von einer nicht besonders wirksamen Stoffhülse zum gefühlsechten Latexüberzug gemausert.

Nun soll auch die Verpackung folgen. Keine schwer zu öffnenden Aufreißtütchen, sondern kleine Döschen mit abziehbarem Deckel - ähnlich wie bei Kontaktlinsen. «Für den Anwender wird aus einem bisher verschämt versteckten, aber notwendigen Übel ein attraktives Produkt mit hohem Nutzwert» sagt Verpackungsdesigner Adamietz zur Idee. Der hat es damit immerhin schon zu zwei Auszeichnungen und ins Designmuseum nach Singapur geschafft. Gesehen haben wir die Verpackung aber noch nirgendwo, vielleicht haben wir aber auch einfach nicht genau hingesehen.

beu/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Walter
  • Kommentar 1
  • 02.08.2011 14:55

Sinnvoll! Nix unnötig!!! Nur mit 599 Euro für den privaten Gebrauch etwas teuer... Vllt gibt es ja bald eine Normali-Version für unter 100 Euro... Dann kann mein Doppel-Langschlitz-Bratwurst-Toaster, den man nur mit nebenstehendem Feuerlöscher benutzen kann, entsorgt werden....

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