Rechtstipp Mieter darf Garten verändern

Überlässt der Vermieter dem Mieter die Gartenpflege, kann er nicht bestimmen, wie der Garten aussehen muss. Da ist es dann egal, ob aus dem einst englischen Rasen eine Wildwiese geworden ist.

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Der Vermieter darf dem Mieter nicht vorschreiben, wie der Garten auszusehen hat. Bild: dpa

Im konkreten Fall war der Mieter laut Mietvertrag zur Gartenpflege in fachgerechter Eigenleistung verpflichtet. Bäume und Sträucher durften beschnitten und entfernt werden, wenn das mit dem Vermieter abgesprochen wurde. Letzterer durfte laut Vertrag einen kostenpflichtigen Auftrag an Fachfirmen vergeben dürfen, wenn der Mieter keinen Finger krumm macht.

Der Auftrag an eine Fachfirma war vom Vermieter in dem Fall vergeben worden, den das Landgericht Köln zu verhandeln hatte (Az. 1 S 119/09). Nach dem Auftrag forderte der Vermieter dann die Kosten vom Mieter. Der Grund: Bei Vertragsbeginn sei ein englischer Rasen übergeben worden. Der habe sich in eine Wiese mit Unkraut verwandelt. Das habe gezeigt, der Mieter erledige die Gartenarbeit nicht.

Doch die Richter entschieden gegen den Vermieter. Zwar sei der Mieter laut Mietvertrag zur Gartenpflege verpflichtet gewesen. Doch sei nicht nachgewiesen worden, dass der Mieter den Garten nicht gepflegt habe. Zudem stehe dem Vermieter kein «Direktionsrecht» in Sachen Gartengestaltung zu. Wenn der Mieter eine Wiese mit Wildkräutern vorziehe, sei diese Veränderung nicht mit einer Vernachlässigung des Gartens gleichzusetzenr.

rli/ham/news.de/dapd

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