Leipziger Opossum Kein Babyglück für Schiel-Heidi

Kein Babyglück für Schiel-Heidi (Foto)
Kein Babyglück für Schiel-Heidi.  Bild: Zoo Leipzig

Jan GrundmannVon news.de-Redakteur
Es funkt nicht zwischen dem schielenden Opossum Heidi und dem heißen Macho Teddy. Der Zoo Leipzig hat die arangierten Rendezvous auf Eis gelegt. Eine eigene Familie rückt für das erfolgreiche Oscar-Orakel damit in weite Ferne.

Dem weltweiten Star der Beutelratten-Szene bleibt das eigene Familienglück vorerst verwehrt. Denn die Anbandelversuche zwischen dem knackigen, anderthalbjährigen Opossum-Macho Teddy und dem Star-Weibchen Heidi waren bisher nicht von fruchtbarem Erfolg gekrönt, bestätigt Zoo-Sprecherin Maria Saegebarth gegenüber news.de.

Dabei hatte der Zoo in den vergangenen Monaten berechtigte Hoffnungen auf schielenden Beutelratten-Nachwuchs. Teddy, das einzige Männchen im Opossum-Stall, wurde abwechselnd mit Heidi und ihrer ebenfalls schielenden Schwester Naira in einen Käfig gesteckt. «Das machen wir solange, bis junge Opossums rauskommen», erzählte Heidis Tierpfleger Michael Ernst zu Jahresbeginn.

Umzug ins Gondwanaland ist ebenfalls Stress

Heidi-Mania
Das schielende Opossum aus Leipzig
Heidi (Foto) Zur Fotostrecke

Doch die arangierten Rendezvous führten nicht zum Ziel. «Heidi sitzt wieder allein in einem Käfig», so Zoo-Sprecherin Saegebarth - so wie alle Tiere, die ab 1. Juli in der neuen Tropenhalle Gondwanaland zu sehen sein werden.

«Wir lassen die Tiere in Ruhe, damit sie nicht mehreren Stressfaktoren in den kommenden Monaten ausgesetzt sind», so die Zoo-Sprecherin. Denn auch Heidi hat den Umzug ins Gondwanaland vor sich. Am 1. Juli eröffnet die Tropenhalle, in der auch das Leipziger Star-Opossum zu sehen sein wird. Ab Mai ziehen die Tiere in ihre neuen Gehege.

Weitere Paarungsversuche nicht ausgeschlossen

Obwohl die eher lauwarmen Dates auf Eis liegen, bleibt die Hoffnung auf Baby-Opossums bestehen. «Es heißt ja nicht, dass wir es nicht nochmal probieren werden», so Zoo-Sprecherin Saegebarth. Wann neue Anbandelversuche zwischen Heidi und Teddy stattfinden sollen, ist laut Zoo-Sprecherin derzeit noch nicht abzusehen.

Leipziger Opossum
Schiel-Heidi bekommt Fressen
Video: Zoo Leipzig/news.de

Bekommt Heidi Nachwuchs, könne auch festgestellt werden, ob der Silberblick eine genetische Veranlagung ist. «Aber wir gehen nicht davon aus», so Heidis Tierpfleger Michael Ernst. Aber schielende Mini-Beutelratten - die wären für den Zoo in jedem Fall eine wahre Goldgrube.

phs/ivb/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 1
  • 08.04.2011 13:59

Im Sommer noch Zuschauermagneten, im Winter nur noch Ballast – das ist das Schicksal vieler Tierbabys in europäischen Zoos. Kommt der Nachwuchs erst einmal in die Pubertät, ist in den elterlichen Gehegen kein Platz mehr. So enden hunderte Jungtiere, sogenannter „Überschuss“, über dubiose Tierhändler in schlechter Haltung, in Jagdgehegen, als Artisten im Zirkus oder verschwinden einfach spurlos.

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