Bahnstreiks Auf Kulanz des Chefs setzen

Wieder streiken die Lokführer, wieder warten Reisende am Bahnsteig. Einen Anspruch auf Erstattung der Fahrkarte haben diese deswegen nicht. Besonders ärgerlich: Sie müssen es trotzdem pünktlich zur Arbeit schaffen - und auf die Kulanz des Chefs hoffen.

GDL will Bahn-Wettbewerber erneut bestreiken (Foto)
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat zu einem neuen 60-stündigen Warnstreik bei den privaten Wettbewerbern der Deutschen Bahn aufgerufen. Bild: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem 60-stündigen Streik bei Deutschlands Privatbahnen aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung Soll bis Donnerstag dauern. Heute Mittag geht es los - die deutsche Bahn ist allerdings nicht betroffen.

Ein Warnstreik bei der Bahn rechtfertigt nicht, dass Mitarbeiter zu spät zur Arbeit erscheinen. Laut Einschätzung von Arbeitsrechtlern sei es keine Entschuldigung, dass der Zug morgens wegen des Streiks ausgefallen ist oder verspätet kam. Das Risiko trage der Arbeitnehmer. Er sei dafür verantwortlich, dass er pünktlich im Betrieb erscheint.

Zuspätkommer - Chef darf den Lohn kürzen

Für Pendler ist ein Bahnstreik daher doppelt ärgerlich: Er kostet Nerven - und der Chef dürfe Nachzüglern für die versäumte Arbeitszeit entweder den Lohn kürzen oder verlangen, dass die Fehlzeit nachgearbeitet wird. Pendler müssen sich demnach vorab informieren.

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Ein angekündigter Warnstreik ist im Gegensatz zu einem Unwetter oder Brand vorhersehbar, erläuterte Bauer, der Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein ist. Und der Arbeitgeber dürfe erwarten, dass Beschäftigte sich auf absehbare Verzögerungen einstellen: «Das heißt, dass man zur Not zum Beispiel auf das Auto umsteigt.» Pendler sollten sich deshalb rechtzeitig darüber informieren, ob Züge ausfallen und wie sie alternativ zur Arbeit kommen.

Eine Abmahnung müssten Betroffene aber nicht fürchten, wenn sie es wegen der angekündigten Arbeitsniederlegung nicht pünktlich zur Arbeit schaffen, meinte Bauer: «Das halte ich für abwegig. Da muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen.»

knr/zij/reu/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Lorin
  • Kommentar 1
  • 22.03.2011 13:37

2 NLP Experten aus Spanien und einer aus USA treiben mit mir Psycho- Spiele in meinem eigenen Haus.Die 3 Verrückten glauben sie haben Kontakt mit mir obwohl ich gar nicht mit diesen Menschen spreche.Das macht mich krank.Meine Schuld ist es Kurde zu sein.Ich habe keine Rechte weil ich kein Europäer bin.

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