Zoo München Kot von Elefanten zerstört Haus

Ein Elefant im Tierpark Hellabrunn in München steckt sich einen Schneeball ins Maul. Nach dem Essen  (Foto)
Ein Elefant im Tierpark Hellabrunn in München steckt sich einen Schneeball ins Maul. Nach dem Essen folgt die Verdauung - und die Dämpfe sind aggressiv. Bild: dapd

Der Duft des Elefantendungs hat Stahl und Beton im Münchner Elefantenhaus ruiniert. Wegen der ammoniakhaltigen Dämpfe, die seit knapp 100 Jahren auf das denkmalgeschützte Haus im Tierpark Hellabrunn einwirken. Stahl und Beton sind porös geworden.

Das hat das Sanierungsgutachten der Statiker ergeben, das der Zoo vorstellte. «Die Zugfestigkeit des Stahls und die erforderliche Betonfestigkeit» seien nicht mehr gegeben, teilte der Zoo mit.

Bei Fassadenarbeiten im Dezember hatte sich herausgestellt, dass auch das Innere des Hauses und vor allem die Dachkonstruktion saniert werden müssen. Das Elefantenhaus ist seitdem wegen Einsturzgefahr für Besucher gesperrt. Wie viel die Sanierung kostet, könnte noch nicht abgeschätzt werden, sagte eine Sprecherin des Zoos der Nachrichtenagentur dpa. Auch, wann die Sanierung beginnt und wer was bezahlt, sei noch unklar. Die Elefanten und Giraffen sollen in Ersatzställe ziehen.

jag/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Antonietta
  • Kommentar 1
  • 07.08.2012 14:37

Artgerechte Haltung?: Ein Elefant, an Vorder- und Hinterbein angekettet, ein Delfin, der durch einen Reifen springt, ein Seelöwe, der einen Ball balanciert - artgerecht? Kacheln, Gitter, Gräben, Panzerglas - artgerecht? Einiges hat sich seit Gründung der bürgerlichen Zoos im 19. Jahrhundert geändert. Viele Käfige und Gehege sind größer geworden, künstliche Strukturen und Maßnahmen zur »Anreicherung« der Käfige und Gehege sowie zur Beschäftigung sollen die Gefangenschaft erträglicher machen. Doch es bleibt lebenslange Gefangenschaft.

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