Spartipps So kommen Sie günstig ins Musical

Vom Last-Minute-Angebot bis zum Newsletter: We Will Rock You, Hinterm Horizont und Co. müssen nicht immer teuer sein. News.de verrät Ihnen, wie Sie beim Kauf von Musicaltickets echte Schnäppchen abgreifen.

Rebecca (Foto)
Das Musical Rebecca feierte gerade erst Premiere in Stuttgart. Dementsprechend happig sind auch die Ticketpreise. Bild: Stage Entertainment

Versteckte Kosten können die Freude über den lange geplanten Musicalbesuch ordentlich dämpfen. Mit Vorverkaufs-, System- und anderen Gebühren kommen schnell 20 Euro und mehr zusammen, die den ohnehin schon sehr hohen Ticketpreis weiter in die Höhe treiben. Doch mit ein wenig Glück und Geschick kann es auch günstiger gehen.

Last Minute ins Musical: Wer seine Tickets an der Abendkasse eines Theaters kauft, braucht die 15 Prozent Vorverkaufs- und die zwei Euro Systemgebühr nicht zahlen. Und da man die Tickets direkt mitnimmt, fallen auch die Kosten für Versand oder Hinterlegung an der Kasse weg.

Wie groß die Chancen sind, am Ende aber tatsächlich eines der günstigen Tickets zu ergattern, hängt laut Ursula Fröhlingsdorf vom größten deutschen Musicalveranstalter Stage Entertainment «von der grundsätzlichen Auslastung und Beliebtheit der Shows sowie von der Lage der Theater ab». So seien die Abendkassen der zentral gelegenen Hamburger Theater stärker frequentiert als jene, zu denen eine längere Anfahrt nötig ist. Die Stuttgarter Theater Apollo und Palladium würden ihre Tickets deshalb eher über den Vorverkauf an den Mann bringen.

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Und auch bei Starlight Express fallen zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn die Vorverkaufskosten weg und die Tickets werden um die 20 Euro günstiger, heißt es bei der Hotline des telefonischen Ticketverkaufs. Allerdings besteht bei solchen kurzfristigen Aktionen immer auch das Risiko, keine zusammenhängenden Plätze oder nur noch welche in bestimmten Preiskategorien zu bekommen.

Vor-Ort-Schnäppchen: Wem der Last-Minute-Kauf an der Abendkasse dann doch zu kurzfristig ist, der muss auf Schnäppchen trotzdem nicht verzichten. Eine gute Anlaufstelle ist laut Fröhlingsdorf die Zentrale der Stage Entertainment in Hamburgs Speicherstadt: Dort gebe es regelmäßig Resttickets für 49 Euro. Zwar komme da noch die Vorverkaufs- und die Systemgebühr dazu und die Angebote gelten auch nur für die Hamburger Musicals König der Löwen, Tarzan und Sister Act. Aber bei Ticketpreisen, die normalerweise weit über die hundert Euro gehen können, ist das ein durchaus akzeptables Angebot.

We are Family: Ein weiterer Tipp sind die sogenannten Familientage, die verschiedene Veranstalter anbieten. Gehen zwei Erwachsene mit einem Kind in die Veranstaltung, bekommen auch sie den Kindertarif und können damit 20 Prozent des üblichen Ticketpreises sparen. Auf der Seite musicals.com gibt es eine übersichtliche Auflistung, wann die einzelnen Produktionen ihre familien- und geldbeutelfreundlichen Tage haben.

Allen jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, die ohne Familie ins Musical gehen möchten, sei das Young Ticket von Stage Entertainment ans Herz gelegt. 29 Euro kostet die Karte, doch auch hier gibt es - je nach Produktion - Einschränkungen. So sind Young Tickets beispielsweise nur für Vorstellungen an bestimmten Tagen, in bestimmten Zeiträumen und auf ausgewählten Plätzen buchbar. Teilweise lassen sie sich nur an der Abendkasse und maximal fünf Tage im Voraus buchen. Und auch die Vorverkaufskosten kommen noch obendrauf. Aber wer flexibel genug ist, kann damit durchaus ein gutes Schnäppchen machen.

Digitale Marktplätze: Eine andere Möglichkeit bieten immer auch virtuelle Marktplätze wie Ebay, AuVito oder Hekticket, auf denen sich hin und wieder günstige Tickets ergattern lassen. Und auch bei musicals.com kann es immer mal wieder vorkommen, dass auf den einzelnen Infoseiten der Produktionen günstige Restkarten zu ergattern sind. Eine weitere sehr hilfreiche Adresse: der ADAC. Für Mitglieder gibt es hier bis zu 30 Prozent Nachlass auf einzelne Produktionen.

Katze und Co. auf Tour: Wer ein Wochenende bei Hinterm Horizont in Berlin verbringt oder nach Stuttgart zum neuen Musical Rebecca fährt, wird schnell merken, dass es bei den Eintrittskarten allein nicht bleibt. Schließlich will auch ein Hotel gebucht sein und eine ordentliche Verpflegung gehört ebenfalls dazu. Das kann schnell den finanziellen Rahmen sprengen. Warum also nicht einfach warten, bis die Vorstellung auch in die eigene Stadt kommt?

Musicals wechseln heute viel häufiger ihre Spielstätten, als das noch vor einigen Jahren der Fall war. Dirty Dancing beispielsweise zog nach gut drei Jahren von Hamburg nach Berlin, nur etwas mehr als ein Jahr lief es dort, bevor es schließlich in Oberhausen Premiere feierte. Cats hingegen hatte als eines der ersten Musicals in Deutschland fast 15 Jahre im Hamburger Operettenhaus gastiert, bevor die singenden Kätzchen erstmals die Bühne wechselten.

Heute ist Cats auf Tournee, gibt Gastspiele in Oberhausen, Stuttgart, Köln und Nürnberg. Zumindest die Übernachtungskosten könnten damit eingespart werden. Doch auch dort gilt: Die Preise variieren je nach Stadt und Theater - allerdings nur geringfügig. Während ein Samstagabend-Ticket in Oberhausen oder Nürnberg in der zweiten Preiskategorie bei rund 88 Euro liegt, sind für die gleiche Kategorie in Köln sieben Euro mehr einzuplanen, in Stuttgart sogar 17 Euro.

Das perfekte Rundum-Raket: Jedem, der extra für den Musicalbesuch nach Berlin, Stuttgart, Oberhausen oder Hamburg fährt, sei geraten, bereits im Voraus seine Tickets zu kaufen und die zusätzlichen Gebühren auf sich zu nehmen. Denn nur dann kann man sich schon vorher ganz in Ruhe im virtuellen Internet-Saalplan die besten Plätze sichern und läuft nicht Gefahr, am Abend der Veranstaltung fein herausgeputzt in Abendrobe zu erfahren, dass alle Plätze ausverkauft sind. Doch auch Touristikanbieter haben immer wieder Komplettpakete, bestehend aus Musicalbesuch und Hotelaufenthalt, im Angebot. Und damit kommen Kunden mitunter günstiger weg, als wenn sie Tickets und Unterkunft getrennt buchen.

Digitale Post: Zuletzt sollte auch der gute alte Werbebrief nicht vergessen werden - heutzutage jedoch immer häufiger in digitaler Form. Musicalveranstalter wie Stage Entertainment, die Starlight Express GmbH oder spotlight Musicalproduktion bieten Newsletter an. Sie informieren regelmäßig über das Neueste vor und hinter der Bühne und locken mit Specials und produktbezogenen Angeboten.

BB Promotion, die unter anderem Cats und das Jackson-Musical Thriller zu ihrem Repertoire zählen, bieten allen Newsletter-Kunden sogar einen exklusiven Frühbucherrabatt von 20 Prozent auf ausgewählte Produktionen an. Wer gerne ins Musical geht und dabei auch noch sparen möchte, sollte diese Art von Werbepost also lieber nicht direkt in den Spamordner schieben.

sca/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Glockmann
  • Kommentar 1
  • 21.03.2013 16:41

Ich habe mein Glück bei Stage in der Speicherstadt versucht:Restkarten wurden am Mittag des selben Tages nur für Normalpreis verkauft - keine Ermäßigung

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