Flugtickets, Strom, Beiträge Das ändert sich 2011

Fliegen wird teurer, Strom auch und für manche fällt das Elterngeld weg. Nur das Geldabheben an fremden Automaten wird etwas günstiger. Was das neue Jahr für den Verbraucher bringt, lesen Sie hier.

Auf die Deutschen kommen im neuen Jahr einige Belastungen zu. So werden sie für Flugtickets und Strom mehr bezahlen müssen. Zusätzlich spart die Regierung bei Zuschüssen und Lohnersatzleistungen.
 

Krankenkasse-Beitragssatz: Er steigt für die 50 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 14,9 auf 15,5 Prozent. Dieser Wert galt schon vor der Wirtschaftskrise.

Wechsel in die private Krankenversicherung: Der Wechsel aus der GKV in eine Privatkasse wird für Besserverdiener leichter. Wer brutto über der Versicherungspflichtgrenze von 4125 Euro (2011) verdient, kann bereits nach einem Jahr von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Bisher musste man drei Jahre warten.

Arbeitslosenversicherung: Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung steigt von 2,8 auf 3,0 Prozent. Er wird zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Bei 2500 Euro Monatseinkommen muss der Beschäftigte 2,50 Euro mehr bezahlen, seine Firma ebenfalls.

Luftverkehrsabgabe: Flugreisen werden teurer, und zwar um die neue «ökologische Luftverkehrsabgabe». Diese müssen die Airlines pro Passagier nach Entfernung gestaffelt bezahlen. Bis 2500 Kilometer einfache Strecke werden 8 Euro fällig, bis 6000 Kilometer 25 Euro und für Langstreckenflüge 45 Euro.

EEG-Umlage: Strom wird teurer. Als Grund geben die Energieversorger die Umlage-Erhöhung nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde an. Mit dem Geld wird die Gewinnung regenerativer Energien wie Solarstrom gefördert. Allerdings weisen Verbraucherschützer auf gesunkene Strombezugskosten für die Versorger hin, sodass diese keinen Anlass für Aufschläge von bis zu 14,4 Prozent sehen.
 

Heizkostenzuschuss: Er wird für Wohngeldempfänger gestrichen. Für Ein-Personen-Haushalte gab es bislang 24 Euro im Monat, für 5-Personen-Haushalte 49 Euro. Der Wegfall bringt rund 100 Millionen Euro an Einsparungen.

Elterngeld: Diese Lohnersatzleistung wird moderat gekürzt. Künftig werden nur 65 statt 67 Prozent als Berechnungsgrundlage genommen, wenn das Nettoeinkommen bei mehr als 1200 Euro im Monat liegt. Für Empfänger von Arbeitslosengeld II soll das Elterngeld von 300 Euro monatlich ganz entfallen, ebenso für Top-Verdiener, die die «Reichensteuer» zahlen. Dies betrifft aber nur wenige.

Geldautomaten: Wer Bargeld an Automaten fremder Geldinstitute abheben will, sieht ab 15. Januar auf dem Display die Höhe der Gebühr. Die Privatbanken wollen nur noch höchstens 1,95 Euro je Fremdabhebung berechnen. Auch Sparkassen und Volksbanken könnten später nachziehen.
 

Einlagensicherung: Ab dem 31. Dezember 2010 sind in Deutschland Spareinlagen bis zu 100.000 Euro gesetzlich abgesichert. Bislang lag die Grenze bei 50.000 Euro. Bei einer Insolvenz des Instituts erhalten die Kunden binnen 30 Arbeitstagen (bisher bis zu drei Monate) ihr Geld bis zur Höchstgrenze zurück.

Eigentumswohnungen: Für den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines eigenen Hauses müssen Käufer in einigen Bundesländern mehr Steuern zahlen. Am 1. Januar heben vier Länder ihre Sätze für die Grunderwerbssteuer an: Im Saarland steigt die Steuer auf 4 Prozent, in Niedersachsen und Bremen auf 4,5 Prozent und in Brandenburg auf 5 Prozent. 2013 will auch Schleswig-Holstein 5 Prozent vom Kaufpreis verlangen. In den übrigen Bundesländern bleibe der Satz für die Grunderwerbssteuer bei 3,5 Prozent des Kaufpreises. Alle Kaufverträge, die nach dem 1. Januar wirksam werden, müssen die höheren Sätze bezahlen, sagt Thomas Diehn von der Bundesnotarkammer in Berlin.

Lohnsteuerkarte: Die farbige Lohnsteuerkarte aus Papier hat ausgedient. An ihre Stelle tritt stufenweise ein elektronisches Verfahren namens ELStAM - das Kürzel steht für «Elektronische Lohnsteuer-Abzugsmerkmale». Allerdings gibt es 2011 noch eine Übergangsfrist. Das heißt: Die Lohnsteuerkarte aus Papier für 2010 gilt auch im neuen Jahr. Sämtliche darin enthaltenen Angaben müssen vom Arbeitgeber berücksichtigt werden. Erst von 2012 an übernimmt der Computer die Datenverwaltung vollständig.

Arbeitszimmer: Wer regelmäßig zu Hause arbeitet, kann das Arbeitszimmer wieder bis zu 1250 Euro im Jahr steuerlich absetzen. Dies gilt, «wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht». Die Regelung gilt sogar rückwirkend zum 1. Januar 2007. Das Bundesverfassungsgericht kippte im Juli das Verbot der steuerlichen Absetzbarkeit von Arbeitszimmern.

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cvd/ivb/news.de/dpa

Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Johannes
  • Kommentar 7
  • 04.01.2011 13:57

sehr interresant wohin geht das ganze geld, dass wiesen ganz wenige, was wir bezahlen und wann, würden Sie an uns denken! damit wir auch mehr geld verdienen können und nicht nur ausgeben, das muss genau umgekehrt sein solche Politiker brauchen wir nicht!!!

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  • abwaerts23
  • Kommentar 6
  • 04.01.2011 11:58
Antwort auf Kommentar 4

BIN HIER SAUER AUF DAS WAS HIER STEHT ZUM NEUEN JAHR NEE SO JEHTS NIT WEITER WO SIND DIE DIE DAMAL S RIEFEN ODER BESSER NOCH HINAUSSCHREIN WIR SIND DAS VOLK WO SEID IHR??? ICH FORDERE EUCH AUF GEHT WIEDER MONTAGS ABER AUCH JEDER HIER AUF DIE STRASSEN UND ZEIGTS DEM BONZENPACK HIER RAUS MIT DEN BESSER VERDIENENDEN POLITIKERN WIE MERKEL UND IHRE ANDEREN KONSORTEN DENKT DRANN WIR SIND DAS VOLK WIR SIND MEHR ALS DIE

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  • Elster
  • Kommentar 5
  • 04.01.2011 07:54
Antwort auf Kommentar 4

Glaube die werden noch besser .Wenn die weiterhin uns das Geld aus derTasche ziehen ,dann laufe ich nur noch mit Haut und Knochen rum .Aber die werden immer dicker und frecher.Hauptsache ich ,sagen die sich ,was mit dem Fußvolk passiert ist denen doch egal .Die machen die Fehler und wir müssen bluten .Die wollen alle unser Geld .

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