Philippinen Wer schief singt, kommt in den Knast

Strenge Sanges-Sitten (Foto)
Wer bei offiziellen Anlässen - etwa bei Feierlichkeiten zur Verabschiedung von Krankenschwestern - die Hyme falsch singt, kommt ab sofort in den Knast.   Bild: dpa

Wer die Nationalhymne nicht vernünftig singt, muss auf den Philippinen künftig mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Das Repräsentantenhaus hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet und die sangesstarken Philippiner damit verblüfft.

«Lupang Hinirang (auserkorenes Land) sollte im Tempo eines Marsches gesungen werden», befahlen die Parlamentarier und gaben den genauen Takt vor. Wer bei den Tönen daneben haut oder nicht mit genügend Inbrunst singt, muss auch mit einer Strafe rechnen.

100.000 Pesos (rund 1700 Euro) Geldstrafe oder zwei Jahre Gefängnis. Der Hotelangestellte Mario Damontes hatte kein Problem damit: «Das ist in Ordnung, ich finde auch, das wir Respekt zeigen müssen, wenn wir die Hymne singen.» Die Gesetzesvorlage muss noch durch die zweite Parlamentskammer, den Senat.

jag/hav/news.de/dpa

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