Spanien
Kommt das Verbot von Sex-Anzeigen?

Das spanische Parlament hat an die Medien appelliert, auf Sex-Anzeigen zu verzichten. Es sei Heuchelei, dass Medien die Ausbeutung von Frauen verurteilten, aber gleichzeitig Annoncen für Prostitution abdrücken würden, so Abgeordnete.

Für Prostitution soll in spanischen Zeitungen nicht mehr geworben werden dürfen, fordert das Parlament. Bild: dapd

In einer einstimmig verabschiedeten Resolution forderten die Abgeordneten die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero auf, innerhalb von vier Monaten eine Initiative zu einer Abschaffung von Prostituierten-Annoncen einzuleiten.

«Es ist eine Schande, dass Spanien fast das einzige Land ist, in dem die seriöse Presse solche Anzeigen verbreitet», sagte die sozialistische Abgeordnete Carmen Montón. Die konservative Parlamentarierin Carmen Quintanilla hielt den spanischen Zeitungen «Heuchelei» vor: «In ihren Artikeln verurteilen sie die Ausbeutung von Frauen, aber drei Seiten weiter tragen sie mit den Annoncen selbst dazu bei.»

Um eine einstimmige Verabschiedung der Resolution zu erreichen, verzichtete das Parlament nach Presseberichten darauf, ein gesetzliches Verbot von Sex-Anzeigen zu fordern. Die Abgeordneten setzten stattdessen darauf, die Verlage zu einem Verzicht bewegen zu können.

jag/hav/news.de/dpa

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1 Kommentare
  • Mailyn Pelagio

    13.11.2011 19:12

    Wer geht denn noch zu Prostituierten in der CH? In TH oder PH ist der Service doch um einiges besser und erst noch sauberer. Von dem Wetter und den Preisen mal ganz abgesehen. Upps, das hören die unbeholfenen Grüninnen und Rotinnen aber gar nicht gerne. Egal...

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