Extremsport Zwei Tote bei Schinder-Wettkämpfen

Triathlon (Foto)
Schwimmer beim Challenger World London Triathlon in London, Anfang August. Bild: ap

Bei Extrem-Wettkämpfen in Deutschland und Belgien sind am Wochenende zwei Menschen ums Leben gekommen. Die tragischen Todesfäller ereigneten sich beim Wiesbadener Ironman und beim Antwerpener «Todesmarsch».

In Wiesbaden wurde ein 55-Jähriger beim Triathlon Ironman 70.3 am Sonntag während des Schwimmens bewusstlos, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Rettungsschwimmer bargen den Mann, der im Staffelwettbewerb gestartet war. Er wurde reanimiert und starb zwei Stunden später im Krankenhaus. Todesursache war vermutlich ein Kreislaufstillstand.

Der Tod eines Läufers kurz vor der Ziellinie überschattete den 100 Kilometer langen 41. «Todesmarsch» in Belgien. Der 59 Jahre alte Mann erlitt am Samstag 300 Meter vor dem Ziel einen Herzstillstand, wie die Veranstalter mitteilten.  Der «Todesmarsch» (Dodentocht) ist eine volksfestartige Mischung von Wanderung und Lauf auf Asphaltwegen südwestlich von Antwerpen. In diesem Jahr waren rund 10 000 Menschen am Start. Etwa 60 Prozent der Teilnehmer erreichen gewöhnlich das Ziel.

cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • MS
  • Kommentar 2
  • 19.08.2010 00:31

Die Überschrift ist tatsächlich etwas daneben. Ich selbst habe dieses Jahr zum wiederholten Male selbst am Dodentocht teilgenommen, ohne mich als Extrem- oder Hochleistungssportler zu betrachten. Die Volksfeststimmung ist auch auf der Strecke anzutreffen. Es geht Jung und Alt, Trainiert und Wenigertrainiert, Ehrgeizig und Hauptsache-Ankommen an den Start. Bei über 10.000 Teilnehmern ist ein solch trauriges Ereignis leider nicht auszuschliessen. Auch bestens überwachte Spitzensportler hat schon ein plötzlicher Herztod ereilt.

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  • Ulrike Breuer
  • Kommentar 1
  • 16.08.2010 17:36

allein diese reißerische Überschrift lässt das Niveau des Artikels unterhalb des Gefrierpunktes sinken! Es sterben mehr Menschen an Krebs, im Haushalt und im Strassenverkehr als auf Sportveranstaltungen. Tote bei Sportveranstaltungen sind lediglich mehr im Fokus der Medien. Jeder (Extrem-)Sportler ist sich der Herausforderung, die an ihn und an den Körper gestellt wird bewusst und hat die Eigenverantwortung zu entscheiden, ob er sich die Belastung zumuten kann oder will. Unfälle sind tragisch und traurig, haben aber nichts mit "Schinder-Wettkämpfen" zu tun.

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