Schwimmen Bundestrainer unter Missbrauchsverdacht

Er soll eine 15-jährige Schwimmerin sexuell missbraucht haben: Stefan Lurz, Bundestrainer der Langstreckenschwimmer, ist einem Medienbericht zufolge ins Visier der Justiz geraten.

Stefan Lurz (Foto)
Stefan Lurz, der Bruder und Trainer von Freiwasserschwimmer Thomas Lurz, wird des sexuellen Missbrauchs verdächtigt. Bild: dpa

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg wollte vorerst nicht bestätigen, dass die Vorwürfe tatsächlich gegen Stefan Lurz erhoben wurden, wie die Würzburger Mainpost berichtet. Es lägen Vorwürfe gegen einen «Würzburger Schwimmtrainer» vor. Dieser stehe im Verdacht, eine Schutzbefohlene sexuell missbraucht und genötigt zu haben, heißt es in einer Mitteilung der Anklagebehörde.

«Weitere Auskünfte können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen und aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der Beteiligten nicht gegeben werden», sagte der stellvertretende Behördensprecher Burkhard Pöpperl.

Lurz soll sich der Mainpost zufolge bei einem Wettkampf im November in Essen und während eines Trainingslager-Aufenthalts Ende März 2010 in Singapur an einer 15 Jahre alten Schwimmerin vergangen haben. Die Mutter des Mädchens habe den 33 Jahre alten Schwimmtrainer angezeigt. Er sei daraufhin nach seiner Rückkehr von der Schwimm-Europameisterschaft in Ungarn am 9. August in Würzburg festgenommen worden. Lurz' Anwalt Norman Jacob wies alle Vorwürfe zurück. «Es gilt für mich die Unschuldsvermutung», sagte er. Weitere Erklärungen wolle er vorerst nicht abgeben.

sck/iwi/news.de/dpa

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