Loveparade-Tragödie Gutachten macht Stadt keine Vorwürfe

Loveparade-Tragödie (Foto)
Bei einer Trauerfeier am Sonntag nahmen Zehntausende von den Opfern Abschied. Bild: AP

Die Stadt Duisburg ist bei der Schuldfrage möglicherweise fein raus: Nach einem Gutachten wurden bei der Loveparade von der Kommune keine Pflichten verletzt. Stattdessen sollen die Auflagen von Dritten nicht korrekt umgesetzt worden sein.

Ein von der Stadt Duisburg beauftragtes Gutachten zur Loveparade-Katastrophe hat nach einem Bericht der Bild-Zeitung keine Pflichtverletzungen auf Seiten der Kommune festgestellt.

Vielmehr deute nach Durchsicht von 35 Aktenordnern vieles daraufhin, dass Dritte die Auflagen der Stadt nicht korrekt umgesetzt hätten - so das externe Gutachter-Büro laut dem vorab übermittelten Bericht der Zeitung.

CDU steht hinter Sauerland

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) sieht sich seit Tagen mit massiven Rücktrittsforderungen konfrontiert. Eine Abwahl muss er derzeit offenbar nicht fürchten. Nach jetziger Lage der Dinge werde die CDU-Fraktion einen Abwahlantrag geschlossen ablehnen, sagte CDU-Ratsmitglied Rainer Enzweiler am Dienstag.

Trauerfeier in Duisburg
Eine Stadt hält inne
Trauer (Foto) Zur Fotostrecke

Unterdessen bereiteten sich die Landtagsfraktionen in Düsseldorf auf eine Sondersitzung des Innenausschusses vor. Am Mittwoch will das parlamentarische Gremium hinterfragen, warum bei der Raver-Party vor eineinhalb Wochen 21 Menschen ums Leben kamen und mehr als 500 verletzt wurden.

cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig