Flüge gestrichen Aschewolke, die Zweite

Zwei Wochen nach dem beispiellosen Chaos im europäischen Luftverkehr macht der isländische Vulkan Eyjafjalla wieder Probleme. Wegen einer Aschewolke wird der irische Luftraum teilweise geschlossen, wie die Behörden mitteilten.

Erneut Flüge wegen Vulkan-Aschewolke gestrichen (Foto)
Die Aschewolke des Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher auf Island. Bild: dpa

Gut zwei Wochen nach der Sperrung fast des gesamten europäischen Luftraums müssen heute erneut Flugzeuge wegen der Vulkanasche aus Island am Boden bleiben.

Wie die irische Luftfahrtbehörde IAA am Montagabend mitteilte, dürfen ab 7 Uhr (Ortszeit/8 Uhr MESZ) bis mindestens 13 (14 Uhr MESZ) keine Maschinen in Irland landen oder starten. Nach Angaben der britischen Luftfahrtbehörde CAA soll am Morgen auch der Flugverkehr in der britischen Provinz Nordirland ruhen; auf den Äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands dürfen bereits seit Montagabend keine Maschinen mehr abheben oder landen. Der Luftraum in anderen Teilen Großbritanniens und in Kontinentaleuropa sei nicht betroffen.

Vulkanausbruch: Asche legt Flugverkehr lahm

Irland sei Teil einer Zone, in der die Aschekonzentration über den vereinbarten Grenzwerten liege, teilte die IAA mit. Die Wolke sei ein Risiko für Passagiere und Besatzungsmitglieder. Die Entscheidung sei nach Vorhersagen des Vulkanasche-Zentrums VAAC gefallen. Jedoch könnten Maschinen von Europa oder Großbritannien aus weiter über die Insel fliegen.

Auch wenn der Vulkan in den letzten Tagen nicht mehr so aktiv gewesen sei, drücke ein nordöstlicher Wind Asche in Richtung Irland und schottische Inseln, sagte IAA-Chef Eamon Brennan. Er sei aber optimistisch, dass sich die Wolke bald wieder auflösen werde.

Keine Gefahr für deutschen Luftverkehr

Vor mehr als zwei Wochen war fast der gesamte europäische Luftraum gesperrt, weil der Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher auf Island Asche gespuckt hatte. Der Flugverkehr wurde tagelang komplett eingestellt, worauf Hunderttausende Reisende auf der ganzen Welt festsaßen.

Für den deutschen Luftverkehr ist die neue Aschewolke aber bisher kein Problem. «Wir haben mit dem Deutschen Wetterdienst gesprochen, noch ist nichts zu sehen», sagte der Pressesprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab. Die DFS werde den Verlauf der Aschewolke im Auge behalten.

Auch dem französischen Luftverkehr steht keine Sperrung bevor. Es gebe derzeit keine Gefahr, dass der Luftraum geschlossen werden müsse, sagte Umweltminister Jean-Louis Borloo dem Sender France-2. Zudem sei auch die Wettervorhersage positiv.

Treffen der europäischen Verkehrsminister

In Brüssel kommen heute die europäischen Verkehrsminister zusammen, um über ein besseres Krisenmanagement im Luftverkehr zu beraten. Bei dem Sondertreffen stehen auch die wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs auf dem Programm. Das tagelange Flugverbot wegen der Aschewolke hat Europas Wirtschaft nach ersten Expertenschätzungen 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro Verluste beschert.

cvd/tfa/news.de/dpa/ap

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