«Öko-Test» Schadstoffe in Schulranzen

Schulranzen (Foto)
Reflektoren ja, aber zu klein, sagt Ökotest. Bild: ap

Schulranzen sollen Schüler durch große Reflektorenflächen schützen. Zumindest ist das Vorschrift. Die Hersteller setzen die geltenden Normen laut einem Testbericht aber nur zögernd um. Zudem wurden gefährliche Schadstoffe in den Ranzen gefunden.

Viele Schulranzen sind einer Untersuchung zufolge nicht sicher. Das ergab ein Test des Verbrauchermagazins Öko-Test, bei dem zehn Modelle von einem Labor getestet wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Hersteller noch einige Hausaufgaben zu machen hätten, sagte Chefredakteur Jürgen Stellpflug.

Viele Schulranzen erfüllten nicht die erforderlichen Vorgaben des Deutschen Instituts für Normung (DIN). Laut dieser gelte ein Produkt erst dann als sicher, wenn es über genug sogenannte retroreflektierende und fluoreszierende Flächen verfügt. Solche Flächen müssten am Tag und in der Dämmerung aufleuchten. Doch bei den Reflexstreifen hätten sich die Hersteller sparsam gezeigt.

Bei dem Test wollte Öko-Test den Angaben zufolge nicht nur wissen, ob gefährliche Inhaltsstoffe in den Produkten stecken oder ob sie genug Signalflächen haben. Es sei ebenso gestestet worden, wie praktisch und stabil die Schulranzenmodelle in der Handhabung sind, wie solide sie verarbeitet wurden und ob der Ranzen nach einem Regenschauer innen trocken bleibt. Vor allem in der Handhabung und bei den Trageeigenschaften hätten fast alle untersuchten Modelle punkten können.

Ein «Armutszeugnis» seien dagegen die Ergebnisse der Schadstoffprüfung, wie Öko-Test weiter berichtet. So seien bei einigen Modellen unter anderem krebserzeugende Stoffe gefunden worden. Stellpflug empfahl Eltern beim Kauf von Schulranzen auf die Sicherheit zu achten und dass diese den Vorgaben der DIN-Norm entsprechen.

Der Herstellernachweis «nach DIN 58124» oder «entspricht DIN 58124», garantiert laut dem Deutschen Institut für Normung (DIN), dass die Anforderungen an Verkehrssicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Gestaltung der Tornister eingehalten sind. Der DIN-Norm zufolge müssen mindestens 20 Prozent der sichtbaren Fläche des Ranzens mit fluoreszierendem Material ausgestattet sein. Darüber hinaus schreibt sie an Vorder- und Seitenflächen reflektierendes Material vor.

ruk/kab/reu/news.de/ddp/ap

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • tommy
  • Kommentar 1
  • 25.03.2010 18:12

Wundert das jemanden? CA 80% der Container aus China, die im Hamburger Hefen ankommen sind mit Giftgas befüllt, das man dann im Hamburfer Hafen einfach wieder raus lässt. Nur die Waren da drin sind total verseucht. Warum wird nichts dagegen unternommen?

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