Weihnachtsmarkt Leichtes Spiel für Diebe

Weihnachtsmarkt (Foto)
Taschendiebe haben es auf Weihnachtsmärkten häufig leicht. Bild: ap

Unübersichtliche Menschenmassen, dichtes Gedrängel und viel Lärm: Für Taschendiebe sind die Weihnachtsmärkte immer wieder besonders beliebte Tummelplätze. News.de erklärt, worauf Sie gegen Langfinger achten sollten.

«Sie nutzen die unübersichtliche Situation und das schummrige Licht, um ihre Opfer um deren Wertsachen zu erleichtern», sagt Eva Wiedemann von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

«Dabei gehen sie meist in Gruppen von mehreren Tätern vor: Einer lenkt das Opfer ab, einer ‹zieht› die Beute und gibt sie an den Dritten weiter, der damit in der Menge untertaucht und verschwindet. Dies geschieht meist in wenigen Sekunden», erläutert sie die Vorgehensweise. Dabei sind die Tricks der Taschendiebe häufig recht vielfältig: Mal rempeln sie ihre Opfer an und verwickeln sie mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch oder sie treten mit ihnen in Kontakt, indem sie beispielsweise die Kleidung beschmutzen und übersteigerte Hilfsbereitschaft anbieten, wie Wiedemann erläutert.

Damit der fröhliche Weihnachtsmarkt-Besuch nicht mit jeder Menge Ärger endet, sollten nach ihrer Ansicht folgende Dinge beachtet werden:

- Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.

- Führen Sie Wertsachen wie Bargeld, EC- und Kreditkarten in verschlossenen Innentaschen der Kleidung an unterschiedlichen Stellen verteilt mit sich.

- Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche immer mit der Verschlussseite zum Körper.

- Lassen Sie Ihre Handtasche niemals unbeaufsichtigt und halten Sie diese stets geschlossen.

- Legen Sie Ihre Geldbörse nicht oben oder offen in die Einkaufstasche.

In vielen Städten zeigt die Polizei zudem offen Präsenz, um potenzielle Langfinger abzuschrecken. So etwa in Köln, wo in diesem Jahr eine umfangreiche Kampagne gemeinsam mit der Bundespolizei gestartet wurde: Beamte sind sowohl in Uniform als auch in Zivilkleidung unterwegs und haben die Orte im Blick, die Diebe bevorzugt aufsuchen. Auf dem Bahnhofsvorplatz am Dom steht auch seit dieser Woche ein «Sicherheitsmobil» von Stadt und Polizei.

Dass solche Maßnahmen helfen, davon sind die Verantwortlichen in der Millionenstadt am Rhein überzeugt: «Die Anstrengungen der Polizei Köln in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei haben beim Taschen- und Trickdiebstahl zu einem Rückgang von rund 37 Prozent in den letzten fünf Jahren gesorgt», erklärt der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen.

iwe/iwi/news.de/ap

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