Rothaarige Welttreffen der «Feuerköpfe»

Im niederländischen Breda ist an diesem Wochenende die Haarfarbe rot ungewöhnlich häufig anzutreffen. Rothaarige aus aller Welt zelebrieren dort auf unterhaltsame aber auch ernsthafte Art ihre äußerliche Eigenart.

Welttreffen der «Feuerköpfe» (Foto)
Zwei von mehreren tausend Rothaarigen im niederländischen Breda. Bild: dpa

Rothaarige aus allen Erdteilen sind an diesem Wochenende zum 4. Welttreffen der «Feuerköpfe» in der niederländischen Stadt Breda zusammengekommen. Insgesamt werden zu dem Happening mit den Hauptveranstaltungen am Sonntag etwa 4000 «Erdbeerblonde» aus 36 Ländern erwartet, sagte der Bredaer Künstler Bart Rouwenhorst, der das Treffen ins Leben gerufen hat. «Wir feiern und zeigen zugleich der ganzen Welt, dass wir stolz auf unsere Eigenart sind.»

Neben Partys stehen in der historischen Stadt im Süden der Niederlande Diskussionszirkel und Vorträge rund um das Thema Rothaarigkeit auf dem Programm. So wollen Psychologen die Ausstrahlung und Wirkung roter Haare auf die Mitmenschen erklären. Höhepunkt wird wieder das Gruppenfoto mit so vielen Rothaarigen wie möglich.

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«Die Stimmung ist schon beim Auftakt einfach umwerfend», sagte Jake Rayen (24), der eigens aus Denver (US-Bundesstaat Colorado) angereist war. «Hier merkst du: Wir sind wirklich nicht allein, sondern ganz viele.» Zusammen mit dem Berliner Elektrotechnik-Ingenieur Robert Petzold (27) und etlichen anderen «Feuerköpfen» genoss der Amerikaner zum Auftakt des Treffens eine Kanu-Tour über Bredas Kanäle.

Auch «Redheads» aus Australien, Brasilien, Singapur, Südafrika und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie aus den «Rothaarigen-Hochburgen» Irland und Schottland haben sich angesagt. Was vor vier Jahren mit 150 Teilnehmern «als reiner Jux» begann, sei inzwischen auch zu einer großen Demonstration der Solidarität von Rothaarigen untereinander geworden, sagte Rouwenhorst. «Schon als Kinder haben viele die Erfahrung gemacht, dass sie sich einfach nicht in der Masse verstecken können, dass sie gehänselt und isoliert werden», sagte Rouwenhorst. «Wir wollen das Bewusstsein stärken, dass wir viele sind und weltweit ein Gruppengefühl entwickeln können.»

ruk/news.de/dpa

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Nordfeuer
  • Kommentar 1
  • 17.07.2010 19:25

Ich finde rote Haare in allen Variationen toll. Mein Traum wäre eine rothaarige Freundin "seufz". Mag wer meine Haare sehen? LG M.

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