Klatten-Affäre Ein Liebhaber vor Gericht

Susanne Klatten spricht über die Erpressung (Foto)
Sie suchte Liebe und wurde erpresst: Quandt-Erbin Susanne Klatten. Bild: dpa

Der frühere Liebhaber und mutmaßliche Erpresser der Milliardärin Susanne Klatten steht vor dem Münchner Landgericht. Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer. Er soll fast zehn Millionen Euro von einsamen, aber vermögenden Damen erpresst haben.

Der Schweizer Helg S. ist wegen versuchter Erpressung, Betrugs und versuchten Betrugs in besonders schweren Fällen angeklagt. Der 44-Jährige soll der reichsten Frau Deutschlands, Susanne Klatten, und drei anderen wohlhabenden Frauen teils gleichzeitig eine Liebesbeziehung vorgespielt haben, um ihnen Millionenbeträge abzunehmen.

Zwischen 2005 und 2007 soll er sich so 9,4 Millionen Euro ergaunert haben. Allein von Klatten soll er sieben Millionen Euro erhalten haben, weil er erzählte, er habe ein Kind angefahren und brauche Geld, um sich freizukaufen. Später soll er versucht haben, mit einem heimlich gedrehten intimen Video 49 Millionen Euro von der an BMW und dem Chemiekonzern Altana beteiligten Quandt-Erbin zu erpressen.

Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. Wie lange er dauert, und ob Klatten und die anderen geschädigten Frauen aussagen müssen, hängt vor allem vom Angeklagten ab, der sich bisher nicht geäußert hat. Gesteht er nicht, würden die Frauen als Zeuginnen vorgeladen. Klatten hat bereits signalisiert, dass sie dazu bereit ist.

seh/ham

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