Familiendrama Vater gesteht Doppelmord per E-Mail

Der Vater, der in Harrislee bei Flensburg seine Frau und seine sieben Jahre alte Tochter erstochen haben soll, hat die Tat in einer E-Mail zugegeben. Als Motiv gab der 37-Jährige Schulden an. Nach dem Verdächtigen wird weiter gefahndet.

Harislee (Foto)
Mit diesem undatierten Fahndungsfoto sucht die Polizei nach dem Familienvater und mutmaßlichen Mörder. Bild: ap

Derzeit werde die Echtheit der E-Mail überprüft, sagte Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt heute in Flensburg. «Wir gehen davon aus, dass sie echt ist.» In der Mail seien Informationen, die offensichtlich auf Täterwissen zurückzuführen sind. Zudem habe der Schreiber der E-Mail angekündigt, sich selbst zu töten.

Als Motiv für die Tat nannte der Absender der E-Mail, die an das Nachrichtenportal shz.de geschickt wurde, Schulden. Er sei erpresst und bedroht worden. «Meine Tat ist nicht aus Beziehungsgründen geschehen - sondern nur aus Liebe und als Schutz vor dem, was alles auf meine Tochter und Frau zugekommen wäre», heißt es demnach in dem Schreiben.

Der 37 Jahre alte Mann soll seine Frau (36) und seine Tochter erstochen haben, anschließend hat er vermutlich die Wohnung angezündet, um das Verbrechen zu vertuschen. Am Montagabend hatte ein Nachbar die Feuerwehr in dem 11.000-Einwohner-Ort an der dänischen Grenze zu einem Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus gerufen. Bei den Löscharbeiten entdeckten die Helfer die leblosen Körper der Frau und des Mädchens.

mas/ruk

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