Airbus-Unglück Flugschreiber nach Notlandung geborgen

CORRECTION Plane Splashdown (Foto)
Ein Lastkran hebt den beschäftigten Airbus A320 aus dem Hudson River. Bild: ap

Taucher und Bergungsspezialisten haben auf dem Hudson in New York den Airbus aus dem Wasser gehoben. Experten bargen auch die beiden Flugschreiber der Maschine.

Beide Flugschreiber des Airbuses A320, der zu einer Notlandung auf dem Hudson River gezwungen wurde, werden nun zur Auswertung nach Washington gebracht. Die Maschine wurde mittlerweile von Tauchern aus dem Wasser gehoben. Der an der Unterseite erheblich beschädigte Airbus wurde gestern auf einen Lastkahn gelegt.

Expertenteams hatten gestern bis tief in die Nacht daran gearbeitet, das inzwischen mit Wasser gefüllte Wrack auf einen Schleppkahn zu heben, um den Flugschreiber zu sichern. Der zweite Motor befand sich entgegen früheren Angaben noch an der Maschine. Zudem suchten Taucher in dem eiskalten Fluss weiter nach einem der beiden Triebwerke.

Inzwischen wurde das linke Triebwerk des Flugzeugs nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB möglicherweise im eiskalten Wasser des Hudson geortet. Von der Untersuchung des Triebwerks sowie der Auswertung der Flugschreiber erhoffen sich die Ermittler Aufschluss zur genauen Ursache des Unglücks.

Der Pilot Chesley Sullenberger, genannt «Sully», entschloss sich am Donnerstagnachmittag im Bruchteil einer Sekunde zur Notlandung auf dem Hudson, nachdem eine Kollision mit Vögeln beide Triebwerke beschädigt hatten. Eine Rückkehr zum Flughafen hätte zu einer Katastrophe in einer dichtbesiedelten Wohngegend führen können, sagte er am Samstag den Ermittlern. Alle 155 Menschen an Bord des Airbus A320 überlebten die Notlandung.

gua

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