Schneechaos in Deutschland Viele Blechschäden, einige Verletzte und ein Toter

15 Verletzte bei Busunfall auf glatter Straße (Foto)
Unfall in Bayern: Der Bus war von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinuntergestürzt. Bild: dpa

Das erste echte Winterwochenende verlief glimpflich: Auf schneeglatten Straßen kam es zu vielen Unfällen. Das befürchtete Chaos blieb aber aus.

Bei einem Busunfall auf einer schneeglatten Straße in Niederbayern sind 16 Menschen verletzt worden. Der Doppeldeckerbus war bei Stallwang in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinuntergestürzt. Der leicht alkoholisierte Busfahrer wurde schwer verletzt, wie die Straubinger Polizei mitteilte. Auch alle 15 Fahrgäste wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in Kliniken gebracht.

Der BMW-Werksbus war gegen 4 Uhr auf einem abschüssigen Stück der schneeglatten Kreisstraße verunglückt. Er stürzte bei starkem Schneefall etwa zehn Meter die Böschung hinab und kippte dann um. Der Bus war auf dem Weg nach Dingolfing, um die Arbeiter in die dortige BMW-Fabrik zu bringen. Bei einem Alkohol-Schnelltest wurde bei dem 56 Jahre alten Fahrer ein Wert von mehr als 0,15 Promille festgestellt.

Schneefälle und Glatteis haben letzte Nacht vor allem im Südwesten Deutschlands den Verkehr behindert. Gestern Abend kam es nach Polizeiangaben allein im Großraum Koblenz zu 62 witterungsbedingten Unfällen. Zumeist blieb es bei Blechschäden, zwei Menschen wurden leicht verletzt. Einige querstehende Lastwagen brachten auf der A61 Köln-Koblenz und der A3 Köln-Frankfurt den Verkehr zeitweise zum Stillstand.

Auch in weiten Teilen Bayerns beeinträchtigten Schneefälle von Westen her kommend den Verkehr und sorgten für querstehende Lkw und mehrere Unfälle. Besonders beeinträchtigt sei der Verkehr an der Grenze zu Baden-Württemberg auf der A7 Würzburg-Ulm, der A9 Berlin-Nürnberg im Bereich Mittelfranken und der A96 Lindau-München bei Kempten, teilte die Polizei in München mit.

Ein Pkw-Fahrer aus Polen kam bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 5 in Baden-Württemberg ums Leben. Wie die Polizei in Rastatt mitteilte, geriet der Fahrer vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern und prallte in die rechten Leitplanken. Dort kollidierte er noch mit einem vorbeifahrenden Lkw. Der Fahrer des Pkw wurde aus seinem Fahrzeug geschleudert und starb an der Unfallstelle.

naf

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