Wildtier des Jahres Igel zum Sieger gekürt

Er ist auf allen Kontinenten verbreitet, beliebt und gern gesehener Gast in Märchen. 2009 ist der stachelige Geselle auch Wildtier des Jahres.

Igel ist Wildtier des Jahres 2009 (Foto)
Kein Grund, sich einzuigeln: Der Igel ist Wildtier des Jahres 2009. Bild: dpa

Die jährliche Auswahl wurde von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi) getroffen. In Deutschland sei er nicht nur in Wald und Feld anzutreffen, sondern auch in unseren Städten ein häufig gesehener Gast. Die menschliche Zivilisation mache ihm aber zunehmend zu schaffen.

Wilde Wiesen würden abgemäht, so dass die Tiere keine Deckung und keinen Unterschlupf mehr fänden, berichtete die Schutzgemeinschaft. In Städten sei ihr größter und oft tödlicher Feind der Verkehr. Auch Laubsauger könnten sie verscheuchen, denn sie versteckten sich oft in Sträuchern und Laubhaufen.

Der Igel ist Einzelgänger und überwiegend in der Nacht aktiv. Vom Herbst bis April hält er Winterschlaf. Auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Insekten sowie auch Frösche oder Kröten. Natürliche Feinde besitze das Stacheltier kaum, da nur große Eulen und Greifvögel seinen Panzer aufbrechen könnten.

Die Organisation wies darauf hin, dass Igel von Menschen, die sie finden und mitnehmen, häufig falsch behandelt würden. So dürfe man ihnen weder Speisereste noch Obst und Gemüse geben, geeignet sei dagegen Hunde- oder Katzenfutter. Zudem brauchten Igel Wasser, aber keine Milch.

In diesem Jahr ist der Wisent das Tier des Jahres, 2007 war es der Elch und zuvor Seehund und Braunbär.

ped

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