Michael Jackson Ermittler durchsuchen Apotheke des King of Pop

Die Ermittler haben im Zusammenhang mit der Untersuchung der Todesursache von Michael Jackson dessen frühere Apotheke in Beverly Hills durchsucht. Die Fahnder suchten nach Hinweisen unerlaubter Vergabe rezeptpflichtiger Medikamente.

Die Ursache des Todes von Michael Jackson gibt den Ermittlern immer noch Rätsel auf. (Foto)
Die Ursache des Todes von Michael Jackson gibt den Ermittlern immer noch Rätsel auf. Bild: dpa

Nach fünf Stunden verließen die Ermittler der US-Drogenbekämpfungsbehörde die Apotheke in Beverly Hills mit mindestens einer Kiste voller Dokumenten. Die Apotheke hatte Jackson im Januar 2007 wegen eines angeblichen Zahlungsrückstands von 100.000 Dollar verklagt. Die Angelegenheit wurde rasch beigelegt. Es habe sich nur um ein Problem mit der Verwaltung von Jacksons Finanzen gehandelt, sagte seine Sprecherin damals. Die Apotheke befindet sich im gleichen Haus wie Jacksons ehemaliger Dermatologe Arnold Klein. Die Ermittler suchten seine Praxis jedoch nicht auf.

Im Zentrum der Ermittlungen zu Jacksons Todesursache steht dessen früherer Leibarzt Conrad Murray. Er hatte Jackson den Ermittlungsbehörden zufolge wenige Stunden vor dessen Tod ein starkes Narkosemittel verabreicht, das der Popstar offenbar als Einschlafhilfe nutzte. Der abschließende Autopsiebericht wurde bislang noch nicht veröffentlicht.

Die Beisetzung des «King of Pop» wurde unterdessen um fünf Tage auf den 3. September verschoben. Das teilte der Sprecher der Familie, Ken Sunshine, in einer Erklärung mit. Gründe für die Verschiebung nannte er nicht. Die Beerdigung des am 25. Juni verstorbenen Sängers war zunächst für den 29. August angekündigt worden, Jacksons 51. Geburtstag. Nun soll er am Abend des 3. September auf dem Friedhof Forest Lawn in Glendale nördlich von Los Angeles beigesetzt werden.

Der Wanderausstellung mit Erinnerungsstücken und persönlichen Gegenständen von Michael Jackson steht nichts mehr im Wege: Ein Richter billigte einen entsprechenden Vertrag zwischen den Nachlassverwaltern des Sängers und der Konzertagentur AEG. Die Ausstellung dürfte dem Nachlass Einnahmen bis zu sechs Millionen Dollar (4,2 Millionen Euro) bringen. Gegen die Vereinbarung hatte Jacksons Mutter Katherine Widerspruch eingelegt.

Sie war der Ansicht, dass die Ausstellung dem Ansehen des Verstorbenen schaden könne und darüber hinaus bessere Bedingungen für die Erben hätten ausgehandelt werden können. Der Vereinbarung zufolge fließen die Einnahmen dem Nachlass und AEG hälftig zu. Der zuständige Richter am Oberen Gericht in Los Angeles, Mitchell Beckloff, sagte, er habe keinen Zweifel daran, dass der Vertrag im besten Interesse des Nachlasses sei. Er verwies darauf, dass Katherine Jacksons Anwälte keine vernünftigen Alternativen präsentiert hätten.

Die Ausstellung soll zunächst in der Londoner O2-Arena Station machen, wo Jacksons Comeback-Konzerte geplant waren. Die Eröffnung wird etwa zeitgleich mit dem Start eines Films Ende Oktober erwartet, der Ausschnitte der letzten Proben Jacksons für die Konzerte zeigt. Die Ausstellung soll nach Angaben von AEG-Chef John Norman binnen zwei Jahren in drei Städten zu sehen sein.


Weiterführende Links:

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car/news.de/ap

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