Rechte halten Hotel besetzt Faßberg in Angst

Dieses Hotel im niedersächsischen Faßberg ist seit einer Woche von Rechtsextremisten besetzt. (Foto)
Dieses Hotel im niedersächsischen Faßberg ist seit einer Woche von Rechtsextremisten besetzt. Bild: ddp

Im kleinen Ort Faßberg nahe Celle herrscht so etwas wie Ausnahmezustand. Zahlreiche Polizisten dominieren das Ortsbild. Grund: Rechtsextremisten haben ein leerstehendes Hotel besetzt. Bewohner des Ortes haben Angst vor Randale.

Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen um ein von Rechtsextremisten besetztes Hotel im niedersächsischen Faßberg hat die Polizei ihre Präsenz in dem Ort verstärkt. Man habe zusätzliche Einsatzkräfte um das Objekt im Landkreis Celle zusammengezogen, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele Beamte eingesetzt würden, wollte er nicht sagen. Die «deutlich sichtbar» erhöhte Präsenz sei auch als Zeichen an die Bevölkerung gedacht, die wegen der Ausschreitungen zwischen Neonazis und linken Gegendemonstranten besorgt sei.

Den Angaben zufolge patrouillieren verstärkt Streifenwagen im Gebiet um Faßberg und das etwa drei Kilometer vom Ort entfernt gelegene Landhaus. Die Polizei verfolge unter anderem Fahrzeugbewegungen und Gruppenaktivitäten in der Gegend. Im Übrigen müsse man jedoch den Ausgang des Zivilrechtsstreits zwischen dem Zwangsverwalter des Hotels und dem Hamburger Rechtsanwalt und NPD-Funktionär Jürgen Rieger abwarten, der für das Objekt einen Pachtvertrag abgeschlossen haben will.

Das Hotel steht seit Ende Mai unter der Zwangsverwaltung eines Rechtsanwaltes aus Hannover. Vor einer Woche war eine Gruppe Rechtsextremisten in das leerstehende Gebäude eingedrungen. Laut Polizei war es bereits am vorigen Wochenende zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und mehreren Vermummten gekommen. Ein 18-jähriger Rechtsextremist sei verletzt worden. Dabei seien auch Schüsse aus einer Waffe gefallen.

ham/news.de/ddp

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