Nach Bluttat in Wien Tod des Sikh-Gurus führt zu Randalen in Indien

Randale nach Tod von Sikh-Guru (Foto)
Angehörige der Sikh-Religionsgemeinschaft demonstrieren nach dem gewaltsamen Tod ihres Gurus. Bild: dpa

Die Schießerei in einem Wiener Sikh-Tempel hat zu tödlichen Ausschreitungen im indischen Bundesstaat Punjab geführt. Weil ein aus Indien angereister Guru in Österreich getötet worden war, sind Angehörige der Sikh auf die Straße gegangen.

Wie die Nachrichtenagentur PTI berichtete, erschossen Sicherheitskräfte im Distrikt Jalandhar zwei Anhänger des getöteten Predigers. Mindestens vier weitere Menschen seien verletzt worden. Zuvor hatten mit Säbeln bewaffnete Sikhs Straßen und Schienen blockiert sowie Autos und Eisenbahnwaggons angezündet. Zudem griffen aufgebrachte Sikhs eine Polizeistation an.

Die indischen Behörden verhängten unterdessen eine Ausgangssperre über Jalandhar und weitere Teile Punjabs. Die Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Vor Sikh-Tempeln wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Premierminister Manmohan Singh, selbst Angehöriger der Sikh-Religionsgemeinschaft, verurteilte den Gewaltausbruch in Punjab scharf und rief die Menschen dazu auf, Ruhe und Ordnung wiederherzustellen.

Am Sonntag waren bei einer Schießerei in einem Sikh-Tempel in Wien mindestens 16 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Der aus Indien angereiste Prediger Sant Rama Nand war später in einem Krankenhaus gestorben. Rama Nand hatte auch in Indien viele Anhänger, vor allem unter den Sikh-Gläubigen aus niederen Kasten. Etwa zwei Prozent der mehr als eine Milliarde Inder sind Sikhs. Die meisten davon leben im Bundesstaat Punjab.


Weiterführende Links:

Streit in Sikh-Tempel: Mindestens elf Verletzte bei Schießerei in Wien

iwi/iwe/news.de/dpa

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