... schon früh. Bereits mit 23 Jahren wird er Mitarbeiter der «Schaubühne» und der Zeitschrift «Simplicissimus». Er studiert Jura und promoviert 1915. Noch im selben Jahr wird er zum Militär eingezogen - ins Baltikum. 1918 wird er nach Rumänien versetzt.Im Juli 1914, einen Monat vor Kriegsausbruch, tritt er aus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aus. Vier Jahre später lässt er sich evangelisch taufen. Tucholsky selbst sei nicht mit Antisemitismus konfrontiert gewesen. Aber, schreibt...
... Aufzeichnungen seines Vaters erinnern an die Schreckens- und Irrwege eines Simplicius Simplicissimus von Grimmelshausen im Dreißigjährigen Krieg, vor allem aber rufen sie die epochenmachenden Bücher über die sowjetischen Schreckenslager von Alexander Solschenizyn, «Archipel Gulag» und «Ein Tag im Leben des Iwan Dennissowitsch» in Erinnerung. «Wen der Frost übrig ließ, raffte der Typhus hinweg, es gab weder Waschgelegenheiten noch Medikamente», schreibt Wolfgang Ruge...
... (um 1622 bis 1676), der mit seinem im Dreißigjährigen Krieg spielenden Schelmenroman «Simplicissimus» berühmt wurde. Grimmelshausen starb in Renchen.Der 67-jährige Kurzeck will in seinem Buch «Die ganze Gegend erzählen, die Zeit!». Dies gelinge ihm dank einer Fülle von Personen und Orten, Geschichten und Motiven und dank seiner «zauberischen» Erzählkunst, hob die Jury nach Mitteilung der Stadtverwaltung in Gelnhausen vom Freitag vor. Der fünfte Band Kurzecks seiner...
... der 1980er-Jahre würde Tränen in die Augen bekommen. Doch die Rechnung des vermeintlichen Simplicissimus geht nur außen auf. Im Innenraum verliert sich der Würfel im Detail-Nirvana. In Japan gelten Spielereien als schick. Den deutschen Geschmack werde sie wohl eher nerven. Zaubert einem zum Beispiel beim ersten Einsteigen der skurrile runde Teppich auf dem Armaturenbrett noch ein verdutztes Lächeln ins Gesicht, so wandelt sich die Überraschung schnell in Ärger, wenn man einmal...
... oder «Keller-loch». Einige Platten hängen an der Wand. Steinke hat Auszüge aus dem Simplicissimus mit einem Füller über das gedruckte Kalendarium der Ereignisse im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geschrieben. Was es mit den Platten, den Worten, der genauen Anzahl und Größe der Platten auf sich hat, ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Der Betrachter muss sich, will er dahinter kommen, Fragen stellen. Die Antworten führen nach Münchmühle bei...
muss schon zugeben, dass selbst die Neufassung des Simplicissimus, die Übersetzung in modernes Deutsch, die Reinhard Kaiser in diesem Jahr so meisterlich gelungen ist, dieses klassische Werk kaum zu einem Bestseller machen dürfte. Die Zielgruppe bleibt kleiner, als es das Buch verdient hat, es ist eben immer noch Grimmelshausen drin, wo Grimmelshausen draufsteht. Nun aber kommt ein dritter Name ins Spiel, der einem der ersten deutschsprachigen Romane überhaupt nochmals Auftrieb geben...
... schreckt unter Umständen eher ab, trägt sie doch schlicht den Titel: Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen. Ein Werk mit einem Ruf wie Donnerhall. Bei Generationen von Germanistik-Studenten steht dieser Roman im Regal, als Reclam-Ausgabe etwa, rund 800 Seiten stark, in vielen Fällen wohl so gut wie ungelesen. Zu sperrig seine Sprache, das Deutsch des Hochbarock, zu ungewohnt der Lesefluss für heutige Verhältnisse. Sätze über...
... der Frankfurter Übersetzer Reinhard Kaiser den Versuch unternommen, den «abenteuerlichen Simplicissimus Teutsch» in zeitgemäßes Deutsch zu bringen. In diesen Tagen kommt das Buch in den Handel. Der Simplicissimus hat das Werk von Günter Grass (Die Blechtrommel, Beim Häuten der Zwiebel), wie dieser selbst sagte, stark beeinflusst. Bertolt Brechts Mutter Courage basiert auf Grimmelshausen. Der heutige Leser kann den Roman aber nur noch richtig verstehen, wenn er sich...