... Schuh gilt im Orient als Inbegriff von Unreinheit und Schmutz. Als die monumentale Statue Saddam Husseins 2003 in Bagdad stürzte, bewarfen wütende Iraker das Denkmal des Exdiktators mit Steinen - und Schuhen. 2008 war es US-Präsident George W. Bush, der in Bagdad bei einer Pressekonferenz vor einem Paar heranfliegender schwarzer Herrenschuhe der Größe 44 Deckung suchen musste. Wenn ein Araber Abscheu und Geringschätzung ausdrücken will, schlägt er den Gegner oder dessen Bild mit den...
... sagte der Präsident. Die USA könnten «zu Recht stolz sein», den Irakern durch den Sturz Saddam Husseins eine Gelegenheit gegeben zu haben, ihr Schicksal selber zu bestimmen. «Es hätte aber andere Wege gegeben, das zu erreichen.»Der Besuch bei Leno ist Teil von Obamas dreitägigen Tour durch Nevada, Kalifornien und Colorado, um Spenden für seinen Wahlkampf zu sammeln und für seine Wirtschaftspolitik zu werben. Bei Talkshows tauchte er schon häufiger auf, so auch bei Lenos Konkurrent...
... entwickeln, in anderen können wir Entwickelungen erwarten wie im Irak nach dem Sturz Saddam Husseins. Europa könne sich keine neutrale Haltung leisten, schreiben Sie in Ihrem Buch Krieg oder Frieden. Was müssen wir jetzt tun? Abdel-Samad: Europa muss mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Das heißt, keine Almosen, keine Entwicklungshilfen an Regierungen, sondern investieren in den Aufbau neuer Parteien, Frauenorganisationen, das Bildungssystem. Außerdem müssen die Gelder der...
... wie Präsident Bush von ihm am Tag nach dem Anschlag einen Beweis für die Mitverantwortung Saddam Husseins verlangte: «Ich war nicht bereit, ihm diesen zu liefern, denn es gab keinen.» Analyse statt Nacherzählung Vor zwei Jahren war Aust die Idee zu diesem Film gekommen, der nicht nur die Ereignisse vom 11. September wiederholen sollte. Zwar werden so noch nicht gesehene Aufnahmen von den einstürzenden Türmen des World Trade Centre gezeigt, die bei Amateurfilmern aufgespürt werden...
... des Jahres 1989 wird der junge Mahdi gemeinsam mit seinem Schulkameraden Ali in den Kerker Saddam Husseins geworfen. Zwei Jahre erlebt er im Gefängnis die Hölle - Folter, Verrat, Hunger und Erniedrigung -, in der ihn einzig Geschichtenerzählen überleben lässt. Als ihn Partisanen aus dem Gefängnis befreien, kennt er sich in seinem eigenen Land nicht mehr aus. Mahdi beschließt zu fliehen. Der 38-jährige Autor verarbeitet hier wohl auch eigene Erlebnisse. Er floh 1996 aus politischen...
... Jahr 1990 war Riad voll mit US-Soldaten und Flüchtlingen aus Kuwait, die vor den Truppen Saddam Husseins in ihr Nachbarland geflüchtet waren. Plötzlich sahen saudische Frauen, wie Soldatinnen und Kuwaitis unbekümmert durch die Straßen Riads sausten. Im November fassten 47 Frauen sich ein Herz und fuhren im Protest durch die Hauptstadt. Doch die Mutawa'in-Sittenwächter griffen hart durch: Die Frauen wurden verhaftet, die Beamtinnen unter ihnen verloren ihren Job. Seither achten die...
... ist die CIA-Agentin Valerie Plame eines der Rädchen im Getriebe. Ihr Auftrag: Sie soll Saddam Husseins Waffenprogramm unter die Lupe nehmen. Nur ihr Ehemann, der Diplomat und Botschafter Joseph Wilson, und ihre Eltern wissen, dass sie eine Agentin ist, selbst die engsten Freunde sind davon überzeugt, dass sie als Risikoanlegerin arbeitet. Die Geschichte, die Regisseur Doug Liman (Die Bourne Identität) mit Fair Game verfilmt hat, basiert auf einem Fall, der 2003 ans Licht kam und in...
... Muslimen im Irak 3,2 Prozent Christen gegenüberstehen. Schon unter der Gewaltherrschaft Saddam Husseins hatte es Massaker und Vertreibungen gegeben. Hoffnungen, die Lage der Christen könnte sich nach Husseins Sturz bessern, erfüllten sich nicht: Sie wurden zur Zielscheibe fundamentalistischer Fanatiker. Schätzungen zufolge flohen seit der US-Invasion 2003 fast die Hälfte der einst rund 1,5 Millionen Christen vor dem islamistischen Terror außer Landes. Tausende verließen nach Angaben...
... zur Wahl gegangen, um über die politische Weichenstellung sieben Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins zu entscheiden. Trotz schärfster Sicherheitsmaßnahmen kam es zu einer Serie von Anschlägen, denen bis zur Schließung der Stimmlokale am Abend mindestens 36 Menschen zum Opfer fielen. Rund 80 Iraker wurden landesweit verletzt. In einem Viertel im Norden der irakischen Hauptstadt wurden allein 13 Menschen unter Trümmern begraben, als eine Katjuscha-Rakete in ihr Haus einschlug....
... die irakische Botschaft. Die meisten sind Flüchtlinge, geflohen vor der brutalen Diktatur Saddam Husseins, vor dem Elend der Embargozeit, vor Gewalt und Terror, die die Heimat bis heute zerrütten. Gerade jetzt vor der Wahl wird es wieder schlimmer, am Morgen meldete das Radio einen Selbstmordanschlag in Bakuba, 35 Todesopfer. «Im Irak gibt es keine Arbeit, keinen Strom, kein Wasser», sagt Herr Al-Biladi. Die Parlamentswahl aber sei ein Baustein für die Demokratie. «Das...
... am Freitag hunderttausende Schiiten das Ende der 40-tägigen Trauerzeit nach dem Todestag Imam Husseins. Mit dem Tod dieses Enkels des Propheten Mohammed wurde im siebten Jahrhundert die Spaltung der schiitischen und sunnitischen Glaubensrichtung im Islam besiegelt. Viele der Pilger legen, wie auch die bei dem Anschlag angegriffenen Menschen, den Weg nach Kerbela zu Fuß zurück. Augenzeugen beschrieben chaotische Szenen im Anschluss an die Tat. Ein riesiger Feuerball sei inmitten der...
Vier Mal war der Cousin und enge Vertraute Sadam Husseins zum Tode verurteilt worden. Nun starb «Chemie-Ali» am Galgen.
... den Irak, was das bilaterale Verhältnisses deutlich abkühlen ließ. Und nach dem Sturz Saddam Husseins verschlechterte es sich weiter. Besonders die Kurdengebiete im Nordirak waren ein Dorn im Auge Ankaras. Die Amerikaner täten zu wenig gegen die auch in der Türkei aktive kurdische Rebellenorganisation PKK, meinten die Türken. Als sie selbst eine Spezialeinheit in die Stadt Erbil schickten, wurde die von US-Truppen festgenommen und abgeführt, mit Kapuzen über den Köpfen. Die...
... gemeinsam mit Saddam zum Tode verurteilt worden. Er wurde im Januar 2007, wenige Tage nach Saddam Husseins Exekution, gehängt. Saddam, der extrem misstrauisch war und stets Verschwörungen witterte, hatte viele Schlüsselpositionen im Sicherheitsapparat mit Verwandten besetzt. In Bagdad waren auf sein Geheiß 1992 in einem Schnellverfahren 42 Geschäftsleute zum Tode verurteilt worden. Laut Anklage hatten sie angeblich das UN-Embargo als Vorwand dafür benutzt, um Wucherpreise für...