91-jährige Marcel Reich-Ranicki, Zeitzeuge und Überlebender des Warschauer Ghettos, sagte am Freitag zum Abschluss seiner bewegenden Rede bilanzierend: «Die in den Mitvormittagsstunden des 22. Juli 1942 begonnene Deportation der Juden aus Warschau nach Treblinka dauerte bis Mitte September. Was die ‹Umsiedlung der Juden› genannt wurde, war bloß (...) eine Aussiedlung, die Aussiedlung aus Warschau. Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck - den Tod.» Reich-Ranicki war ganz...
... während des Holocausts geschildert. Der 91-Jährige, Zeitzeuge und Überlebender des Warschauer Ghettos, sagte am Freitag zum Schluss seiner bewegenden Rede bilanzierend: «Die in den Mitvormittagsstunden des 22. Juli 1942 begonnene Deportation der Juden aus Warschau nach Treblinka dauerte bis Mitte September. Was die 'Umsiedlung der Juden' genannt wurde, war bloß (...) eine Aussiedlung, die Aussiedlung aus Warschau. Sie hatte nur ein Ziel, sie hatte nur einen Zweck - den...
... muss er sich doch auf den grauenhaften «Alltag» des zeitweise bis zu 200 000 Menschen zählenden Ghettos einlassen. Unwillkürlich denkt man dabei auch an Vorgängerbücher wie Alexander Solschenizyns «Archipel Gulag», den «Roman eines Schicksallosen» von Imre Kertész oder Jonathan Littells «Die Wohlgesinnten». Sem-Sandberg hat sich mit seinem gespenstisch-apokalyptischen Roman voller Grausamkeiten und doch auch Menschlichkeit einen Platz in dieser Reihe erschrieben.In den Mittelpunkt...
... Erinnerungen nur noch vergessen. Über ihre grauenhaften Erfahrungen in Konzentrationslagern und Ghettos sprachen nur ganz wenige, selbst im engsten Familienkreis herrschte oft beklemmendes Schweigen. Der spektakuläre Prozess gegen Adolf Eichmann, der am 11. April 1961 in Jerusalem begann, änderte dies auf einen Schlag. «Es war plötzlich keine Schande mehr, über den Holocaust zu sprechen, weil es nun diese öffentliche Debatte gab», sagt Menachem Ben-Sasson, Präsident...
... der «Banalität des Bösen» gesprochen. Sie warf auch den sogenannten «Judenräten» in den Ghettos Kollaboration mit den Nationalsozialisten vor.Die Ausstellung sei auch eine Antwort auf Arendts Thesen, sagte Mitkurator Ulrich Baumann von der Stiftung Holocaust-Mahnmal. Im Prozess habe sich Eichmanns Strategie als ausschließlicher Befehlsempfänger als Lüge offenbart. «Er wurde als Täter erkennbar.»Stiftung Topographie des...
... ein Leben als Gangster porträtiert und zum Aufstand gegen Rassismus und Armut in den schwarzen Ghettos aufgerufen. Seine Alben, darunter «All Eyez on Me» und «Me against the World», wurden über 75 Millionen Mal verkauft. Der Film dreht sich um seinen Aufstieg vor dem Hintergrund des Rapperkrieges der 90er Jahre, als sich die Musikszenen der Ost- und der Westküste blutig bekämpften. Neben Shakur wurde damals auch sein Rivale Christopher Wallace, der als Notorious B.I.G. berühmt...
... Deutschland auf der Tagesordnung. Hintergrund: Wer in den von den Nationalsozialisten errichteten Ghettos einer halbwegs geregelten Arbeit nachging, erhält im Unterschied zu den bereits entschädigten Zwangsarbeitern oftmals bis heute keine Rente. Auf deutscher Seite wurde jedoch signalisiert, die Probleme seien inzwischen weitgehend ausgeräumt.Während die deutschen Minister am Montagabend nach Berlin zurückreisen wollten, setzt Merkel am Dienstag ihre Gespräche in Israel fort. In...
... Deutsch erschien unter anderem sein Buch «Der Aufstand» über die letzten Tage des Warschauer...
... Bundeskanzlers Willy Brandt (SPD) vor dem Denkmal für die Aufständischen des Warschauer Ghettos am 7. Dezember 1970 zu erinnern. Das Bild dieser Geste prägte die deutsche Nachkriegsgeschichte. Brandts Kniefall wurde zum Symbol der deutschen Ostpolitik unter der damaligen sozialliberalen Koalition. Vor 40 Jahren wurde auch der Warschauer Vertrag unterzeichnet, mit dem Deutschland erstmals die polnische Westgrenze anerkannt...
... ins Land komme, sagte Schmidt. Die Politik müsse die Entstehung von Parallelgesellschaften und Ghettos in deutschen Städten und besonders unter Jugendlichen verhindern, forderte...
... Deutschland sei ein Einwanderungsland, jedoch fehlten die Regeln dafür. Die Politik müsse Ghettos in deutschen Städten verhindern, fordert...
... Eichmann. SS-Obersturmbannführer und verantwortlich für die Deportation von 6 Millionen Juden in Ghettos und Konzentrationslager. Schreibtischtäter. Diese Wort wird gerne gebraucht für die, die sich nicht selbst die Hände schmutzig machen. Für die, die «nur Befehle befolgt haben». Doch auch, wenn es so aussehen mag, Adolf Eichmann war alles andere als ein Schreibtischtäter. «Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ja ein Trottel gewesen. Sondern: Ich...
... kamen etwa sechs Millionen Polen, darunter rund drei Millionen Juden, in Konzentrationslagern und Ghettos ums Leben. Das Plakat hängt nur wenige Meter von der Synagoge entfernt, die während der deutschen Besetzung als Schwimmbad genutzt wurde. Beim ersten Anblick des Bildes sei sie mit Ekel erfüllt gewesen, sagt die 64-jährige Alicja Kobus, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde. «Es ist ein Schock für alle Menschen, die noch immer vor der Hölle des Holocaust Angst haben»,...
... Nazi-Verbrecher wie den KZ-Arzt von Auschwitz, Josef Mengele, den berüchtigten Kommandanten des Ghettos von Przemysl, Josef Schwammberger, und den Mittäter an den Massakern in den Ardeatinischen Höhlen in Rom, Erich Priebke, nach Argentinien entkommen ließ. Was die deutschen Behörden über die Flucht Eichmanns und sein Leben unter falschem Namen in Argentinien wussten, und wie tief sie eventuell selbst verstrickt waren, darüber könnten die BND-Archivunterlagen Auskunft geben. Das...
... sind in den vergangenen Jahren mehr als vier Millionen Menschen hierher gekommen, die nun in den Ghettos leben. Die Eltern versuchen hier Arbeit zu finden, doch ihre Kinder gehen selten in die Schule», weiß der deutsche Pädagoge. Das öffentliche Bildungssystem in Afrika krankt an vielen Stellen: Die Lehrer sind nicht genügend qualifiziert und wenig motiviert. «In der Öffentlichkeit genießen sie kein hohes soziales Prestige, werden schlecht bezahlt», berichtet...