Frankfurt/Main - Bei einem Erbfall haben Pflichtteilsberechtigte das Recht, Grundbucheinträge einzusehen, die den Erblasser betreffen. Das Grundbuchamt darf nicht die Vorlage eines Erbscheins verlangen, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.In dem verhandelten Fall hatte der Erblasser drei Kinder und vererbte alles seiner Witwe (Aktenzeichen: 20 W 72/11), wie die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) berichtet.
... dann ausgezahlt werden, wenn die Angehörigen enterbt seien.Der Pflichtteilsanspruch ist mit dem Erbfall sofort fällig. Doch gerade das könne dem Erben unter Umständen Probleme bereiten. Oftmals stecke das gesamte Vermögen im Haus der Familie, das verkauft werden müsste, um den Pflichtteil auszuzahlen. Um solche Notverkäufe zu vermeiden, könne die Auszahlung auch gestundet werden.Dabei werde zunächst geschaut, ob die sofortige Erfüllung des gesamten Anspruchs für den Erben eine...
... die Schenkung aus einem Grundstück, ist hierbei der Wert zum Zeitpunkt des Erbfalls maßgeblich. Ausnahme: Das Grundstück hatte zum Zeitpunkt der Schenkung einen geringeren Wert. Dann gilt dieser Wert als Berechnungsgrundlage für den Pflichtteilergänzungsanspruch. So entschied das Brandenburgische Oberlandesgericht (Aktenzeichen: 13 U 79/10), wie die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.In dem Fall hatte der Großvater seinem Enkel...
... nicht verlangen», gepaart mit der Daumenschraube «Wer dagegen verstößt, bekommt auch im Schlusserbfall nur den Pflichtteil.» Früher galt dies Groll zufolge als unfreundlicher Akt. Heute werden die Sätze häufiger genutzt, «weil Eltern an ihre eigene Versorgung denken.»Eine andere Option ist die Schenkung. Um zu verhindern, dass der Erblasser «sich arm schenkt», ist sie an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie Frieser erläutert. Unter anderem werden Schenkungen, die innerhalb einer...
... für die Zeit einräumt, bis die einzelnen Erben das 21. Lebensjahr vollendet haben.Im Erbfall beschränkt sich das Recht des Testamentsvollstreckers hier nur auf den Erbteil desjenigen, der diese Altersgrenze noch nicht erreicht hat. Das entschied das Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen: 15 W 461/10), wie die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.In dem Fall setzte eine Großmutter ihre drei Enkel zu Erben ein und ordnete Testamentsvollstreckung...
... Hrsg. vom bayerischen Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Vorsorge für den Erbfall: durch Testament, Erbvertrag, Schenkung, 4. Auflage, 2011, Beck-Verlag, 4,40 Euro, ISBN-13: 978-3-406-61717-1Webseite der BundesnotarkammerDVEV zur erbrechtlichen VorsorgeBGB: Verfügungen unter LebendenBGB: eigenhändiges TestamentWebseite des DFEHinterlegungDer Erbvertrag muss beim Notar hinterlegt werden. Vorsichtshalber sollte das Testament ebenfalls hinterlegt werden. Das kann bei...
... Postbank hervor. 57 Prozent aus dieser Gruppe berichteten, die Hinterbliebenen seien schon vor dem Erbfall zerstritten gewesen. Etwa jeder Zweite nannte die Entstehung einer Erbengemeinschaft (52 Prozent) und ein fehlendes gültiges Testament (47 Prozent) als Streitursache. Die gesetzlichen Regeln zu Erbschaften sind vielen nicht bekannt. Die Umfrage zeigte große Wissenslücken. So glauben lediglich 50 Prozent der Befragten, über die gesetzliche Erbfolge «recht gut Bescheid» zu wissen. 42...
... Geschenk und setze das andere dafür zu ihrem Alleinerben ein. Hier stehe dem beschenkten Kind im Erbfall trotz Schenkung ein Pflichtteilsanspruch zu. Allerdings stelle sich die Frage, ob das Geschenk den Pflichtteilsanspruch schmälert. Auch dies müsse von der Mutter festgelegt werden, sagt...
... werden. Insgesamt biete das Steuerrecht etliche Anreize, «Betriebe oder Immobilien vor dem Erbfall zu veräußern und das Vermögen ins erbschaftssteuerfreie Ausland zu verlagern».Die Richter erklärten, dass die Erblasser nicht direkt von den Regelungen betroffen seien. Das sei aber Voraussetzung für eine Verfassungsprüfung. Die Beschwerdeführer - zwei Frauen und ein Mann - hätten nicht nachweisen können, dass die Steuerregelungen auf ihr Testament Einfluss genommen hätten....
... die Experten. In diesem Fall sollten das Vermögen oder wesentliche Teile davon schon im ersten Erbfall an die Schlusserben übergehen. Dann werden auch die steuerlichen Freibeträge der Kinder...
... behebt die gerade in der Krise offensichtlichen Fehler der Unternehmenssteuerreform. Im Erbfall werden Geschwister nun nicht mehr wie Fremde behandelt und betriebliche Übernahmeregelungen werden im Sinne des Erhalts von Arbeitsplätzen vereinfacht. Nicht zuletzt sorgt das Gesetz für eine erhebliche Stärkung von Familien mit einem höheren steuerlichen Freibetrag für Kinder und der Erhöhung des Kindergeldes. Füllhorn statt Schuldentilgung Und so greift die Opposition dann...
... umso weniger berücksichtigt je länger sie zurückliegen. Eine Schenkung im ersten Jahr vor dem Erbfall wird voll in die Berechnung des Nachlasses einbezogen, zwei Jahre davor jedoch nur noch zu 9/10 und in jedem weiteren Jahr um je ein Zehntel weniger. Weiterführende Links: Erbengemeinschaften: Streit kann man...
... heute etwas geschenkt bekommt, muss dafür keine Steuern zahlen. Das gleiche gilt jetzt auch im Erbfall.» Weiter vereinbarten Union und SPD, dass Familienbetriebe ganz steuerfrei vererbt werden können, wenn sie zehn Jahre lang unter Erhalt der Arbeitsplätze fortgeführt werden. Die Lohnsumme muss aber über zehn Jahre gerechnet 1000 Prozent der ursprünglichen Lohnsumme im Ausgangsjahre erreichen, also praktisch konstant bleiben. Wird ein Unternehmen vom Erben nur sieben Jahre lang...
... Jahres entfällt. Grund dafür: Immobilienvermögen wird bisher im Vergleich zu Barvermögen im Erbfall niedriger bewertet. Wenige Stunden vor dem Spitzentreffen der Koalitionsparteien zur Erbschaftsteuerreform warnte SPD-Fraktionschef Peter Struck vor einem Scheitern der Gespräche. Der Sozialdemokrat sagte, wenn nicht in den nächsten zwei Wochen eine Einigung gelinge, werde eine Neuregelung bis zum Jahresende nicht mehr zu schaffen sein: «Mit der Folge, dass dann in Deutschland...
... Anwaltverein: Unterschiedliche Erwartungen, Misstrauen oder langjährige Feindschaft können den Erbfall zum Spießrutenlauf machen. «Zu großen Teilen liegt das daran, dass nicht jeder Nachlass teilbar ist», erläutert Michael Rudolf, Vorstand in der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge in Angelbachtal (Baden-Württemberg). Gemälde und Grundstücke zum Beispiel sind es nicht. Und gibt es keine klare, also testamentarische Regelung des Erblassers...