... seien für sie «schlicht Volksverhetzung», sagte Knobloch in Erfurt bei der Gedenkstunde zur Deportation der Thüringer Juden vor 70 Jahren. «Günter Grass ist kein Antisemit, aber seine Thesen sind antisemitisch.» Leider würden diese Gedanken in der Bevölkerung auf fruchtbaren Boden fallen, wie Umfragen...
... und SS-Mitglieds Wilhelm Meurin, der verantwortlich für die Überwachung der Deportationsfahrt war. Sein siebenseitiger Dienstbericht dokumentiert bürokratisch jeden einzelnen Halt des Todeszuges, dem Zustand der jüdischen Deportierten dagegen gilt kaum ein Satz. Detailliert aber hält Meurin fest, dass er in einem Zug dritter Klasse an den Rhein zurückkehren muss, dass die zugeteilte Alkoholration für die lange Reise etwas dürftig und Ohrenschützer für die Beamten...
... handele es sich um den seit den 1960er Jahren bekannten «Salitter-Bericht», der ebenfalls eine Deportation aus Düsseldorf...
... dass im Bundespräsidialamt entsprechende Vorschläge der Linkspartei und des Initiativkreises Deportationsausstellung Bielefeld angekommen sind. Auch das Land Berlin sei weiter dafür, die als Nazi-Jägerin bekanntgewordene 73-Jährige zu ehren. Sie war Gauck bei der Bundespräsidentenwahl im März...
... Günter Grass dichtet das Gegenteil», sagte Reich-Ranicki, der als polnischer Jude nur knapp der Deportation in die deutschen Vernichtungslager entging.Der Schriftsteller Wolf Biermann verteidigte Grass «im Namen der Meinungsfreiheit», sein Israel-Gedicht aber bezeichnete er als «literarische Todsünde». In der «Welt am Sonntag» schrieb der Liedermacher, «wenn dem Künstler keine originellen Ideen mehr kommen, versucht mancher sich an einem künstlichen Tabubruch wie Grass».Der Iran...
... mal zehn Zentimeter großen Tafeln, dann Name und Geburtsdatum des Opfers und Informationen zu Deportation und Ermordung. «Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten», ist der Kölner Künstler überzeugt.Damit noch mehr Menschen von den Schicksalen der ermordeten Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen und anderen Verfolgten des Nazi-Regimes erfahren, hat die Hamburger Werbeagentur Jung von Matt auf Grundlage von Google-Maps und...
... das Schauspiel exemplarisch für zeitgemäßes interkulturelles Theater. So beschäftigt sich «Deportation Cast» mit der Abschiebung von Roma aus Niedersachsen in den Kosovo. «Fatima» der jungen Londoner Autorin Atiha Sen Gupta handelt davon, dass ein junges Mädchen durch das Tragen eines Kopftuchs seinen Freundeskreis aus der Fassung bringt. Regie führt die 1985 im Iran geborene Mina Salehpour. Das dritte interkulturelle Stück «Bagdad 3260 KM» feiert am 31. Mai Premiere. Die...
... auf der ganzen Welt muss man auch so benennen», sagte sie.Die Türkei bestreitet, dass die Deportation und Vertreibung von Armeniern im Osmanischen Reich zielgerichtet und deshalb Völkermord war. Ob der türkische Botschafter in Berlin wie geplant zur Ausstellungseröffnung kommt, konnte seine Pressestelle am Montag zunächst nicht sagen.Steinbach betonte, der Stiftung gehe es um ein umfassendes gegenseitiges Verständnis: «Wir brauchen eine Anteilnahme mit allen, es darf nicht sein,...
... auf der ganzen Welt muss man auch so benennen», sagte sie.Die Türkei bestreitet, dass die Deportation und Vertreibung von Armeniern im Osmanischen Reich zielgerichtet und deshalb Völkermord war. Ob der türkische Botschafter in Berlin wie geplant zur Ausstellungseröffnung kommt, konnte seine Pressestelle am Montag zunächst nicht sagen.Steinbach betonte, der Stiftung gehe es um ein umfassendes gegenseitiges Verständnis: «Wir brauchen eine Anteilnahme mit allen, es darf nicht sein,...
... der beherzte Katholik Socha, der keineswegs frei von Vorurteilen war, seine Mitbürger vor der Deportation und dem sicheren Tod im Vernichtungslager.Agnieszka Holland hat diese authentische Geschichte nach fünfjähriger Vorbereitungszeit und vielen Drehbuchfassungen verfilmt: Entstanden ist ein über weite Strecken packendes, beklemmend realistisches Drama über den Schrecken der Judenverfolgung und die Kraft des Widerstands gegen den Rassenhass. Die polnisch-deutsch-kanadische...
... Frühjahr 1943 versammeln sich Frauen in der Rosenstraße in Berlin-Mitte, um gegen die Deportation ihrer jüdischen Ehemänner in Konzentrationslager zu protestieren. Dem friedlichen Widerstand gegen die Nazis schließen sich Hunderte Frauen an, jüdische wie nicht- jüdische. Immer wieder schwenkt die Kamera über die Gesichter der Frauen, die tagelang in der Rosenstraße ausharren. Es sind graue, eingefallene Gesichter, die von Sorgenfalten durchfurcht sind. Ihre dünnen,...
... - Eindringlich und erschütternd hat Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag von der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählte er, wie die SS im Juli 1942 die «Umsiedlung» anordnete. Heute nahm der Neonazi-Untersuchungsausschuss des Bundestags seine Arbeit auf. Er soll mögliche Pannen der Sicherheitsbehörden bei den jüngsten Neonazi-Morden aufklären. Die UN riefen alle Menschen zum weltweiten Kampf gegen...
schildert Deportation der Warschauer JudenBerlin (dpa) - In einer eindringlichen Schilderung hat Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge seine Erlebnisse. Reich-Ranicki war offensichtlich gesundheitlich angeschlagen. Bundespräsident Christian Wulff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts,...
... Tour de France-Gewinner und dreifache Giro-Sieger hatte 1943 mitgeholfen, 800 Juden vor der Deportation zu bewahren. Der im Jahr 2000 verstorbene Radsportler hatte während einer 380 Kilometer langen - als Trainingsfahrt getarnten - Tour von Florenz nach San Quirico Passbilder und Unterlagen für die Ausstellung falscher Dokumente im Fahrradrahmen und Sattel versteckt.In dem Spielfilm «Der Assisi-Untergrund» war Bartali 1985 für seine Hilfsaktionen bereits ein cineastisches Denkmal...
... eindringlichen Schilderung hat Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Bundestag vom Beginn der Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto berichtet. Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählte der 91-jährige Überlebende als Zeitzeuge seine Erlebnisse. Reich-Ranicki war offensichtlich gesundheitlich angeschlagen. Bundespräsident Christian Wulff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, stützten ihn auf dem Weg zum und vom...
Deportation (lat. deportare „wegbringen“, „fortschaffen“) ist die staatliche Verbringung von Menschen in andere Gebiete. Sie erfolgt auf staatliche Anordnung, die sich auf das geltende Recht des durchführenden Landes bezieht. Deportationen dienen dem Antritt von Strafmaßnahmen, der zwangsweisen Unterdrückung von politischen Gegnern oder der Isolierung von ethnischen Minderheiten. Sie sind mit Teil- oder Totalverlusten von gesetzlichen Rechten der Deportierten verbunden.