... Gefühl, der eigene Trauerprozess verlaufe nicht normal. Darauf weist die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas hin.Zu den irrtümlichen Annahmen gehöre etwa, dass die Trauer nach einer bestimmten Zeit beendet sei und Hinterbliebene wieder so werden wie vor dem Verlust. Der Tod einer nahestehenden Person sei aber keine Krankheit, die überwunden werden könne. Es sei normal, dass sich der Verlust auch noch nach Jahren auswirken könne.Weit verbreitet sei auch die Vorstellung,...
... sollte man sich aber besser nicht selbst ans Steuer setzen, warnt die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas. Stattdessen könne man eine vertraute Person fragen, die weniger stark betroffen ist. Müssen viele Menschen vom Tod benachrichtigt werden, bittet man am besten Freunde oder Verwandte, die Anrufe zu übernehmen.Sind minderjährige Kinder in der Familie, sollte besser nicht über deren Kopf hinweg entschieden werden. Am besten ist es, die Kinder mit einfachen Worten...
... Kunstgeschichtler und leitet das Haus seit der Eröffnung. Mit dem Wandel in der Welt und in der Bestattungskultur habe sich in den 20 Jahren auch das Museum verändert, sagt der 59-Jährige. «Wir müssen die Fragen stellen, die sich die Menschen stellen.»Rückblende: Mitte der 1980er Jahre entsteht in Deutschland die Hospizbewegung und damit eine anderer Umgang mit Sterben und Tod. «Ohne diese Veränderung wäre das Museum politisch nicht durchsetzbar gewesen», sagt Sörries. Gegründet...
... sich mit guten Ratschlägen für Trauernde besser zurückhalten, rät die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas. Rituale helfen am besten dann, wenn der Trauernde sie selbst entwickelt. Ein allgemeingültiges Ritual gebe es nicht. Für einige ist das Ansehen von Fotos des Verstorbenen wichtig, andere möchten etwas anziehen oder in die Hand nehmen, was dem Verstorbenen gehört hat.Rituale können dabei helfen, Gefühle auf einer anderen Ebene auszudrücken. Zugleich sind sie...
... einem Friedhof. Allerdings gibt es verschiedene Arten der Beisetzung. Die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas erläutert die Unterschiede.Erd- oder Urnen-Wahlgräber: Hier kann die Grablage auf dem Friedhof in einem bestimmten Bereich beliebig ausgesucht und das Nutzungsrecht über die Ruhefrist hinaus verlängert werden. Wahlweise kann das Grab als Einzel- oder Doppelruhestätte erworben werden, so dass zum Beispiel Ehepartner gemeinsam - auch mit zeitlichem Abstand - dort...
... die dominante Bestattungsart in Deutschland gewesen, erklärte das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur in Düsseldorf. «Das ändert sich seit einigen Jahren fundamental», sagte Kerstin Gernig, die Geschäftsführerin des Kuratoriums.Auf die Frage «Was kommt nach dem Tod?» antworteten in der Umfrage 27 Prozent der Befragten mit «nichts». Jeder Fünfte gab an, keine Vorstellung davon zu haben, was nach dem Ableben komme. An ein Weiterleben der Seele glauben laut der Umfrage...
... Gräber gibt es in Brandenburg (57) und Sachsen (53). Das berichtet die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas unter Berufung auf eine Studie der Universität Leipzig. Die Zahlen basieren auf Angaben von 88 Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern in ganz Deutschland.Grund für die Zunahme der namenlosen Bestattungen ist nach Aussage von Aeternitas die sinkende Bedeutung familiärer Bindungen und christlicher Traditionen. Oft gebe es niemanden mehr, der die Pflege des Grabes...
... Hälfte der Verstorbenen in Deutschland wird eingeäschert. Nach Zahlen der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas in Königswinter liegt der Anteil der Feuerbestattungen bei 55 Prozent. Vor 15 Jahren sei dieser Wert noch auf 15 Prozent geschätzt worden, teilte der Verein mit. In Ostdeutschland ließen sich sogar mehr als 80 Prozent der Verstorbenen einäschern. Auch im Norden seien Feuerbestattungen verhältnismäßig häufig.Aeternitas wertete zwischen 2008 und 2011 Daten aus...
... Bestatter. «Nicht mit den teils anachronistischen Friedhofsordnungen.»Doch auch die deutsche Bestattungskultur sei im Wandel, meint Gernig. Der Trend gehe mit selbst bemalten Särgen, privaten Grabbeigaben, persönlichen Trauerreden oder speziell ausgewählter Trauermusik zu einer individuellen Gestaltung. Selbst bei der äußeren Gestaltung des Grabes gebe es, um der Uniformität deutscher Friedhöfe zu entkommen, mittlerweile Alternativen wie die «Gärten der Erinnerung»,...
... Sörries, Leiter des Sepulkralmuseums, dem bundesweit einmaligen Museums für Friedhofs- und Bestattungskultur. So werden in der Ausstellung indianische Mumien, Fötenmumien oder auch die Mumie der Terézia Borsodi aus Ungarn und ihres Säuglings gezeigt. 1794 verstarb die 26-Jährige nach einer Kaiserschnittgeburt. Auch ihr Sohn kam kurze Zeit später ums Leben. Beide wurden in der Krypta der Dominikanerkirche im ungarischen Vác beigesetzt. Die Krypta war absichtlich so angelegt,...
... und dann den Pfarrer», sagt Kerstin Gernig, die Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. «Bestatter leisten heute viel trauerpsychologische Arbeit.» Damit gehe der Wandel des Berufs Hand in Hand mit der Bestattungskultur und den Trauerritualen. «Die Bestattungsrituale haben sich fundamental verändert. So können heute zum Beispiel Kinder auf den Sarg der Großmutter malen. Aber auch, dass es wieder Grabbeigaben gibt oder individuelle...