... eine Kündigungsschutzklage einreichen, muss man das innerhalb von drei Wochen machen», sagt die Arbeitsrechtlerin Martina Perreng vom Deutschen Gewerkschaftsbund.Verpasse man den Zeitraum, sei die Chance auf eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Kündigung vor Gericht vertan. Die drei Wochen lange Frist beginne zu laufen, sobald dem Arbeitnehmer die Kündigung zugegangen ist. Danach spreche man am besten beim Betriebsrat vor, wenn es einen gibt. Denn wolle man etwa beweisen, dass eine...
... eine Gegendarstellung zu schreiben. Das sollten sie aber besser sein lassen, erläutert die Arbeitsrechtlerin Nathalie Oberthür.Als Arbeitnehmer A an jenem Montag wieder zu spät war, wurde er ins Büro des Chefs bestellt. Dort bekam er ein Blatt ausgehändigt, auf dem in gefetteten Buchstaben das Wort «Abmahnung» stand. Es folgte eine Auflistung der Tage, an denen er zu spät gekommen war. Arbeitnehmer A schluckte. Er hatte die gelbe Karte bekommen: eine Abmahnung. In so einem Fall...
Schlafen, shoppen, bei Facebook surfen, die beste Freundin zum Kaffee im Büro empfangen? All das würde man gerne in der Mittagspause erledigen. Welche Rechte und Pflichten Sie wirklich haben, erklärt Arbeitsrechtlerin Dr. Wiebke Kiene im news.de-Interview.
... Zahl der Verfahren habe im Lauf der Jahre eher zugenommen, ergänzt Martina Perreng, Arbeitsrechtlerin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin. «Auch weil lebenslange Arbeitsverhältnisse längst nicht mehr die Regel sind.»Die Klage gegen die Kündigung hat häufig allerdings nicht das Ziel, sie rückgängig zu machen. «Es ist eher selten, dass der klagende Arbeitnehmer hinterher wieder im Betrieb arbeitet», sagt Oberthür. Oft sei es so, dass sich der Arbeitgeber...
... «Der Arbeitnehmer schuldet dem Arbeitgeber zunächst einmal Loyalität», erklärte die Arbeitsrechtlerin Nathalie Oberthür aus Köln. «Er sollte deshalb davon absehen, sich etwa in Leserbriefen, Blogs oder auf Facebook negativ zu äußern.»Arbeitnehmer können sich zwar auf ihre Meinungsfreiheit berufen, wenn sie sich etwa im Internet über ihren Arbeitgeber auslassen. Hierbei gibt es aber Grenzen: «Mit Sicherheit rechtfertigt jeder Vergleich mit dem Nazi-Regime eine fristlose...
... im schlimmsten Fall seinen Job.«Was erlaubt ist, hängt immer auch von der Branche ab», sagt Arbeitsrechtlerin Silke Grage aus Hamburg. Ganz einfach sei es bei Sicherheits- oder Hygiene-Vorschriften, die häufig schon per Gesetz vorgegeben sind. «Natürlich darf ein Arbeitgeber einem Bauarbeiter vorschreiben, dass der einen Helm trägt. Und wenn jemand in der Küche arbeitet, darf der Arbeitgeber ihm eine Kopfbedeckung vorschreiben, damit die Haare nicht in die Suppe fallen», erklärt...
... nicht gesetzlich verpflichtet, sie zu melden. «Das gilt mit wenigen Einschränkungen», sagt die Arbeitsrechtlerin Nathalie Oberthür aus Köln - nur die Planung besonders schwerwiegender Straftaten wie Raub oder räuberische Erpressung muss den Behörden gemeldet werden.Etwas anders sieht es bei Mitarbeitern aus, die im Betrieb für Compliance, also die interne Kontrolle für das Einhalten von Gesetzen und Regeln, zuständig sind. «Sie sind in der Handlungspflicht und dürfen nicht...
... Grund dafür ist, stelle dies nach Europäischem Recht eine Diskriminierung dar, erläutert die Arbeitsrechtlerin.Nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG) dürfen Schwangere in Deutschland in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und bis acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten ist diese Frist nach der Geburt zwölf Wochen lang. Einen Kündigungsschutz genießen Arbeitnehmer generell, wenn sie in einem Betrieb länger als sechs Monate...
... Monat dürfe ein Mitarbeiter zum Beispiel nicht ein volles Jahr gebunden werden. Das erklärt die Arbeitsrechtlerin Inken Hansen in der Zeitschrift «Personal». Generell seien solche Bindungsklauseln aber zulässig, erläutert Hansen. Sie verpflichten den Arbeitnehmer dazu, Fortbildungskosten zurückzuzahlen, wenn er innerhalb einer festgelegten Frist kündigt oder eine Kündigung durch sein Verhalten herbeiführt.Wirksam seien solche Klauseln aber nur, wenn sie das Recht des Arbeitnehmers...
... Konsequenzen haben werde», habe ein Detektiv dem Magazin berichtet. Die Münchner Arbeitsrechtlerin Dorthee Wilcke sagte, dass der Wink mit der Kündigung auf eine «strafbare Nötigung hinauslaufen» könnte. Firmenchef Peter Simmel weist dem Bericht zufolge solche Vorwürfe zurück. Nur in einem einzigen Fall habe es eine Wagenkontrolle gegeben. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisierte zudem Passagen der Arbeitsverträge für Simmel-Beschäftigte als...
... «Mit der nötigen Ruhe lässt sich viel retten, mitunter sogar der Arbeitsplatz.» Das sagt die Arbeitsrechtlerin Martina Perreng vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Berlin. Häufig gibt es Signale des Chefs, die auf eine bevorstehende Kündigung hinweisen. Der aufmerksame Arbeitnehmer trifft dann Vorbereitungen. Martina Perreng rät zum Kontakt mit dem Betriebsrat: «Ohne Anhörung des Betriebsrates ist eine Kündigung unwirksam.» Betriebsräte können aber auch Tipps geben, wie...