Von news.de-Mitarbeiter Tobias Köberlein
Es ist vollbracht: Die dunkelhäutige Sara Nuru folgt Lena Gercke, Barbara Meier und Jennifer Hof auf dem Thron von «Germany`s next Topmodel». Im Finale zeigte Model-Mama Heidi Klum erstmals menschliche Schwächen. Sympathiepunkte konnte sie dafür nicht einheimsen.
Das Hinterzimmer in der Brotfabrik in Berlin-Pankow ist schon eine halbe Stunde vor Beginn der Übertragung fast voll besetzt. In der Kneipe mit angeschlossenem Kino, Theater und Galerie findet wie zu jeder Topmodel-Sendung ein Public Viewing statt. Der Frauenanteil ist so hoch wie bei einem Kunstgeschichte-Seminar an der Uni – also etwa 90 Prozent. Die wenigen Herren waren ihrer Freundin entweder noch einen größeren Gefallen schuldig oder wollten einfach mal selbst erleben, wie so ein Mädels-Abend abläuft.
Die Sympathien sind jedenfalls schon vor dem Beginn der Show klar verteilt. «Sara muss einfach gewinnen. Sie ist ganz klar die Hübscheste», raunt eine junge Frau ihrer Stuhlnachbarin zu. Die Angesprochene entgegnet fachmännisch: «Und sie hat auch die größte Entwicklung gemacht.»
Auf den Holztischen stehen verdächtig viele Prosecco-Gläser. Die Stimmung ist gut. Sie wird noch besser, als Heidi Klum auf dem Bildschirm erscheint und ihre beiden Mitjuroren Peyman Amin und Rolf Scheider ankündigt. Bevor sie neben Heidi Platz nehmen dürfen, hampeln sie noch ein wenig auf der Bühne der Kölner Lanxess-Arena herum, beklatscht von 15.000 Zuschauern in der Halle, bespöttelt vom kritischen Publikum in der Brotfabrik.
Noch schlechter als Amins verbales Schwanzwedeln vor seiner Chefin kommt nur ein Plakat der Sara-Fangemeinde in der Arena an. «Yes, she can!», steht da neben dem Konterfei der 19-Jährigen geschrieben. «Wie peinlich ist das denn!», kommt postwendend das harte Urteil aus Pankow. Trotzdem genießt die dunkelhäutige Münchnerin äthiopischer Abstammung weiterhin die größten Sympathien. Und auch die Männerrunde im hinteren Teil des Raums, die noch keine Folge der Show gesehen hat, ist sich einig: «Die Schwarze ist wirklich süß. Die soll es werden.»
Vorher müssen sich die «drei griechischen Göttinnen» (Zitat Heidi) Sara, Mandy und Marie aber erst noch einmal beweisen. Aus luftigen Höhen schweben sie in wallenden Gewändern ein und landen auf der Bühne. Zwei Live-Walks stehen an, einer davon in Dessous. Marie ist irgendwie schlecht drauf, stapft unmotiviert über die Bühne. Das fachkundige Pankower Publikum beschleicht sofort eine Vorahnung. «Die fliegt raus. Ist aber voll okay. Ich finde die sowieso langweilig.» Marie, lange Zeit die Favoritin auf den Titel, lächelt tapfer, aber gezwungen. Mandy und Sara strahlen dagegen, als ob sie schon wüssten, dass sie eine Konkurrentin weniger haben.
Nach etwa der Hälfte der Sendung ist es dann tatsächlich soweit. Während Moderations-Blondine Charlotte Engelhardt hinter den Kulissen Interview-Fragen simuliert, ziehen sich «Rolfe», Peyman und Heidi zur Entscheidung zurück. Auf die Frage, wann denn mit einer Entscheidung zu rechnen sei, reagiert Heidi ein wenig unwirsch. Ist sie mit dem falschen Fuß aufgestanden? Hatte sie Ärger mit Seal? Jedenfalls hat auch Mrs. Klum schon bessere Tage gesehen. Bei ihren Moderationen verhaspelt sie sich immer wieder. Aus «Topmodel» wird «Poppmoppel», was in Pankow für Erheiterung sorgt.
Nach bangen Minuten des Wartens und der Werbeunterbrechungen fliegt Marie tatsächlich raus. Sie trägt es mit Fassung. Mandy und Sara müssen zum Bull-Riding. Der New Yorker Fotograf Marc Baptiste, ein gut gelaunter Entertainer-Typ, «schießt» die Mädchen ab. Nur Heidi ist wieder genervt. Er solle nicht so viel quatschen, sondern endlich die Fotos knipsen, gibt sie ihm auf Englisch zu verstehen. Die Brotfabrik grölt begeistert. Endlich kommt ein wenig Leben in die Veranstaltung.
Die Jungs in den hinteren Reihen blicken nun immer wieder auf die Uhr. Die Show zieht sich in die Länge. Gegen die Langeweile hilft auch kein Bier mehr. «Jetzt macht schon!» Nach gefühlt fünf weiteren Werbepausen nimmt das Titelbild der Cosmopolitan endlich Gestalt an. Es sind die Formen von Sara, die auf dem Cover erscheinen. Die Münchnerin ist Germany`s Next Topmodel.
In der Brotfabrik bricht Jubel aus – und Gelächter. Was an der sehr üppigen Oberweite der Cover-Sara liegt. Bei der Bildbearbeitung ist aus der Original-Körbchengröße A zumindest ein dralles C geworden. «Das sind ja Mörder-Titten!», feixt eine Blonde. Dann leert sich der Raum doch recht zügig. Es geht hinaus in die Berliner Nacht. Zum Feiern. Das darf nun auch Sara. Pankow gönnt es ihr von Herzen.
Weiterführende Links:
Klums Topmodel-Show: Rock me, Anziehpüppchen!
«Germany's Next Topmodel»: Das Camp der Leiden hat wieder geöffnet
Interview mit Barbara Meier: «Ich habe ein spannendes Leben»
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Schade, dass ich diesen Titel nicht rechtzeitig erwicht habe. In welcher Zeit lebt überhaupt leute wie der Autor dieses "Artikels". Nur zur Info Hitler regiert nicht mehr und war ein Idiot. Was haben die Deutschen immer zu versuchen den Unterschied zwischen Menschen ihres Landes hervorzuheben? Wo liegt es bei euch in der Erziehung? in den Genen? Warum kann ein Deutscher nicht nur Deutscher sein sonder immer wieder " schwarzer Deutscher, Deutscher vietnamesischer Herkunft und ..."
jetzt antwortenKommentar meldenJA sarah war einfach die beste ich bin soooooooo happy das sie gewonnen hat ;)
jetzt antwortenKommentar meldenhey lol des is ehn voll lol pic hihihi ist des nich total dämlich???!!! aber was is dadran peinlich??♥3
jetzt antwortenKommentar meldenich suche dich wenn du dich meldest.die welt ohne grenz.
jetzt antwortenKommentar meldensara ich gönne es dir du bist echt hübsch und nicht so ein kleines dummes blondchen ausser heidi klum die ist auch toll.sara wünsche dir das du ganz gross rauskommst alles liebe und gute wünsche ich dir lg angela
jetzt antwortenKommentar meldensara ich liebe dich bin stolz auf dich
jetzt antwortenKommentar meldenhey hey die sara hat das verdient
jetzt antwortenKommentar meldenhey wazup every one lo0ol...... my black girl is top model ja proud of that
jetzt antwortenKommentar meldenDer Beitrag mag gut formuliert sein, aber total unnötig. Welchem intelligenten Menschen interessiert schon das Gehabe von Klum & Co. und den Stelzvögeln, die mit Photoshop aufgepeppt werden? %)
jetzt antwortenKommentar meldenSehr guter Beitrag, schön formuliert und auf den Punkt gebracht.
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