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John Petrucci: Dream Theater: Aus purer Liebe zur Musik

Mit ihrem neuen Album "Distance Over Time" hat die Grammy-nominierte Prog-Metal-Band Dream Theater ihre alte Spielfreude wiederentdeckt.

Hatten im Studio eine gute Zeit: Dream Theater Bild: InsideOut Music/ Mark Maryanovich/spot on news

Dream Theater melden sich mit ihrem mittlerweile 14. Studioalbum "Distance Over Time" zurück. Darauf zeigen sich die Pioniere des Progressive Metal so frisch und spielfreudig, wie lange nicht mehr und beweisen erneut, dass sie nach fast 35 Jahren Bandgeschichte immer noch nicht am Ende ihrer Reise angelangt sind. Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit Gitarrist John Petrucci (51), der gut gelaunt Auskunft über den Entstehungsprozess gab und verriet, was ihn und seine Mitstreiter nach all den Jahren weiter antreibt.

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"Wir lieben es einfach, Musik zu kreieren", sagt Petrucci. "Vor langer Zeit haben wir uns dazu entschieden, mit Musik unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Und wir hatten einfach Glück, dass dieser Traum wahr wurde. Das ist für keinen von uns selbstverständlich", so der 51-Jährige. Neue Musik zu schreiben, sei der Kreativität jedes Einzelnen in der Band geschuldet und einfach eine Notwendigkeit. Die Band habe mittlerweile einen Punkt in ihrer Karriere erreicht, der sehr einzigartig und besonders ist: "Ich kann es kaum erwarten, dass die Leute die Songs endlich hören und wir damit endlich auf Tour gehen können."

Dennoch werde er am Tag der Veröffentlichung nicht den ganzen Tag lang an seinem Handy hängen, um die Reaktionen der Fans im Internet zu lesen: "Es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite kann man über das Internet direkt mit den Fans in Kontakt treten. Auf der anderen Seite nehmen die Menschen, die es nicht mögen, auch kein Blatt vor den Mund. Da muss man aufpassen und das Ganze nicht zu sehr an sich heranlassen", erklärt Petrucci.

Spaß haben ist das Konzept

Den Enthusiasmus für das eigene Material hört man den Songs auch an. Was mit dem "Konzept" des Albums und einer neuen Arbeitsweise zu tun hat: "Das Album hat kein musikalisches oder textliches Konzept, wie bei den meisten vorherigen Alben. Die Geschichte dahinter die Art und Weise, wie wir es geschrieben haben. Wir haben eine Art Männer-Urlaub im Sommer in den Bergen gemacht. Wir haben alle gemeinsam im Studio gewohnt und viel geredet, gekocht, den einen oder anderen Whiskey getrunken und natürlich gejammt. Und so ist das Album entstanden. Diese Energie fühlt man und hört - hoffe ich zumindest", gerät Petrucci ins Schwärmen.

Sonnig oder gar entspannt ist die Musik aber weiterhin natürlich nicht. Dream Theater spielen ihre Trademarks einfach gekonnt aus. Und ein Ende ist auch weiterhin nicht in Sicht: "Dass die Band irgendwann vielleicht aufgelöst wird, daran denke ich zurzeit überhaupt nicht. Wir schlagen mit "Distance Over Time" einfach nur das nächste Kapitel auf - und jeder freut ich darauf."

spot on news

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