Campino: Toten-Hosen-Gitarrist Breiti bestätigt: Band gibt Echos nicht zurück

Die Toten Hosen behalten ihre Echos. Das bestätigt nun Band-Gitarrist Breiti und meint, alles andere wäre "ein bisschen theatralisch".

Die Toten Hosen rund um Band-Frontmann Campino (2.v.r.) und Gitarrist "Breiti" (r.) Bild: Imago/Future Image/spot on news

"Es wäre vielleicht ein bisschen theatralisch von uns, die Echos zurückzugeben", sagt Michael Breitkopf, genannt Breiti (53), im Interview mit der "Rheinischen Post". Der Gitarrist der Toten Hosen scheint zwar kein Freund der großen Worte zu sein, zum diesjährigen Echo-Eklat hat er aber dennoch etwas zu sagen. Band-Frontmann Campino (55) hat es bei der Musikpreis-Verleihung im April schließlich schon einmal vorgemacht.

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"Campino hat gesagt, was zu sagen war", meint Breitkopf gegenüber der Zeitung. Im Großen und Ganzen gehe es der Punk-Band nämlich nicht darum, ihren Protest mit Taten auszudrücken. Ihre elf gewonnenen Echos werden sie daher auch behalten. Über anders Denkende sagt der Gitarrist diplomatisch: "Wer nicht bei der Veranstaltung war und seinen Protest kundtun will, indem er seine Echos zurückgibt, kann das ja machen."

Grund für die Echo-Aufregung waren die beiden Deutsch-Rapper Farid Bang (31) und Kollegah (33), die trotz Antisemitismus-Vorwürfen für den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National nominiert waren und ihn schließlich auch gewannen. Zahlreiche Künstler gaben ihre Musikpreise aus Protest gegen diese Auszeichnung zurück. Die Echo-Veranstaltung selbst wurde nach der diesjährigen Debatte abgeschafft.

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