Rassismus-Vorwurf: Lässt Guns N' Roses diesen Skandal-Song verschwinden?

Die Wiederauflage des Erfolgsalbums "Appetite for Destruction" wird ohne den vermeintlich homophoben und rassistischen Song "One in a Million" erscheinen.

Guns N' Roses-Frontmann Axl Rose in Las Vegas Bild: Imagecollect.com/KC Alfred/ZUMAPRESS.com/spot on news

Einen Skandal löste "One in a Million" bereits bei der Erstveröffentlichung 1988 aus: In dem Song singt Guns N' Roses-Frontmann Axl Rose (56, "Use Your Illusion") Textzeilen, die von Hass, Rassismus und Schwulenfeindlichkeit erzählen. Auf der Wiederauflage des Bestselleralbums "Appetite for Destruction", die am 14. Mai erscheinen wird, fehlt der umstrittene Song nun anscheinend komplett. Das berichtet der "Guardian".

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Warum ist der Song so kritisch?

Der Text von "One in a Million" enthält Beschimpfungen wie "Nigger" und "Schwuchteln", eine Textpassage thematisiert Probleme mit Einwanderern und deren Kultur. Warum die Band das Lied bei der Neuveröffentlichung des Debütalbums nun offenbar weglässt, blieb bisher unkommentiert. Fakt ist, dass Rose vor 30 Jahren heftig für den Text kritisiert wurde, da er aus seiner eigenen Perspektive zu singen scheint.

Die Lyrics können sowohl als Ausdruck von Fremdenhass ausgelegt werden, es könnte aber auch sein, dass Guns N' Roses in diesem Lied ein Abbild der amerikanischen Gesellschaft besingen wollte. Axl Roses Aussagen zu den Themen Rassismus und Homophobie waren in vergangenen Interviews bisher immer nicht ganz eindeutig, wie das Musikmagazin "Rolling Stone" berichtet.

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